Kehl

Abitur in Kehl mit Maske und Tests gestartet - prev

Autor: 
Nina Saam
Lesezeit 3 Minuten
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14. Mai 2021
Am „Einstein“ fand am Dienstag die erste Abi-Prüfung statt – in der Stadthalle.

Am „Einstein“ fand am Dienstag die erste Abi-Prüfung statt – in der Stadthalle. ©Nina Saam

Einlass nur mit Maske und negativem Schnelltest: Alle 44 „Einstein“-Abiturienten, die am Dienstag zur Deutschprüfung angetreten sind, hatten im Vorfeld den Corona-Test absolviert – entweder in der Schule oder an einer der Schnelltest-Stationen in der Stadt. Selbsttests waren nicht erlaubt. „Ich bin froh, dass alle Schüler den Test vorgelegt haben“, sagt „Einstein“-Schulleiter Dominikus Spinner. „Sonst hätten wir einen zweiten Raum vorhalten müssen.“

Zu diesem Zweck war die Stadthalle geteilt worden – etwaige Testverweigerer hätten die Prüfung gesondert im Kleinen Saal ablegen müssen, was den Aufwand für die Schule verdoppelt hätte. Spinner weiß von Schulen, in denen sich etliche Abiturienten geweigert hatten, den Test abzulegen – aus Furcht, (falsch) positiv getestet zu werden und dann erst zum Nachtermin antreten zu dürfen. Zudem gebe es auch Eltern, die die Tests ablehnen, da sie fürchten, dass ihre Kinder durch den Nasenabstrich „psychischen Schaden“ nehmen. „Zum Glück haben wir das nicht in der Jahrgangsstufe“, so der Schulleiter.

Hände desinfizieren, Handy abgeben, dann den festgelegten Platz aufsuchen und die „Verpflegungsbatterie“ aufbauen: Manche Abiturienten verschanzen sich hinter einer Phalanx an Tupperdosen und Getränkeflaschen. Wegen der Corona-Pandemie wird den Schülern mehr Zeit gegeben: Fast sechs Stunden lang können sie sich mit der ihnen gestellten Deutsch-Aufgabe beschäftigen, da ist eine angemessene Nahrungszufuhr wichtig. Zumal man für das Essen und Trinken die Maske abnehmen und mal durchschnaufen darf.

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Im Corona-Abi 2020 durften die Prüflinge den Mund-Nasen-Schutz noch ablegen, sobald sie am Platz saßen. Das ist im zweiten Jahr der Pandemie nicht mehr erlaubt. „Das ist schon hart“, sagt Dominikus Spinner. Er hat extra eine Box mit medizinischen OP-Masken mitgebracht, da diese etwas durchlässiger und angenehmer zu tragen sind als die FFP 2-Masken, mit denen manche Schüler ankommen, da diese in Bus und Bahn vorgeschrieben sind.

Ein Nervenkitzel sind die Abiprüfungen auch immer für den Schulleiter: Er bekommt im Vorfeld zwei Passwörter, die erst am Prüfungstag ab 6 Uhr gültig sind. Die muss er eingeben, um an die online bereitgestellten Prüfungsaufgaben zu kommen. Dann heißt es, den Kopierer anzuwerfen, die ausgedruckten Unterlagen zusammenzustellen und in der Stadthalle an den Plätzen auszulegen. „Ich habe jedes Jahr Angst, dass irgendetwas nicht funktioniert“, so Spinner.

Die nächsten Prüfungen sind am Freitag, getestet wird am Donnerstag. Für die am kommenden Montag anstehende Englischprüfung ist die Schule auch am Samstag geöffnet, um den Nachweis führen zu können, dass die Abiturienten-Nasenlöcher frei von Coronaviren sind.

Info

Prüfungsbedingungen unter Corona

Wegen der Pandemie und den erschwerten Lernbedingungen wurde es den Schülern freigestellt, ob sie zum Haupt- oder zum Nachtermin antreten wollen. Am „Einstein“ haben sich von den 76 Prüflingen zwei Abi­turienten für letztere Variante entschieden. Zudem bekommen die Schüler in jeder schriftlichen Prüfung eine halbe Stunde mehr Zeit zur Bearbeitung der Aufgaben. Auch die Auswahl der Prüfungsaufgaben wurde vergrößert: So können die Lehrer besser die Aufgaben für ihre Schüler auswählen, die zum erteilten Unterricht passen, und die Themen außen vor lassen, die im Wirrwarr von Präsenz-, Hybrid- und Fernunterricht vielleicht etwas zu kurz gekommen sind.

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