Willstätt

Adventskonzert der Chorgemeinschaft „Teutonia“ Willstätt

Autor: 
Günter Ferber
Lesezeit 2 Minuten
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12. Dezember 2019

Die Chorgemeinschaft „Teutonia“ bot ein eindrucksvolles Adventskonzert. ©Günter Ferber

Eine außergewöhnliche Einstimmung in den Advent bot am Sonntag die Chorgemeinschaft „Teutonia“ Willstätt in der Willstätter Kirche. Ausschließlich südeuro­päische Klänge hatte Dirigentin Clarisse Durban für das Konzert ausgewählt. Streichquartett und Orgel rundeten das Programm exzellent ab.

Antonio Vivaldi steigt aus den Lagunen Venedigs empor: Das eigens für das Konzert gemalte Bild (Claude Dubois) versprach nicht zu viel. Chor, Streichquartett und Orgel eröffneten mit Vivaldis fulminantem „Gloria“ festlich das Adventskonzert der Chorgemeinschaft „Teutonia“. Vor allem der polyphone 2. Satz „Et in terra pax“ („Und Friede auf Erden“) ist, wie Dirigentin Clarisse Durban erläuterte, eine große Herausforderung. 

Differenziertes Spiel der Streicher

Mit dabei war auch ein Streichquartett. Suzanne Da Costa-Kunz, Ursula Pieper, Kristian Kunz und Rupert Pieper verzauberten die Zuhörer in der Ouvertüre aus „L’Incoronatione di Dario“ (Vivaldi) mit seinem wundervollen und sehr differenzierten Spiel. Als letztes Vivaldi-Werk an diesem Abend sang der Chor den bekannten „Winter“ aus den „Vier Jahreszeiten“ und leitete damit gekonnt in die weihnachtliche Atmosphäre über. 

Kastagnetten-Untermalung

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Es folgten nun lauter italienische und spanische Lieder unterschiedlichsten Charakters: die Weihnachts-Pastorale von Arcangelo Corelli, ein teils ganz zartes und dann wieder lustiges Wiegenlied („Dormi, dormi bel bambin“), das spanische „Trommellied“, „Santa Lucia“, „Fum, fum, fum“ mit Kastagnetten-Untermalung und zum Abschluss „Zumba, zumba“. Der Chor überzeugte mit leisen und lauten, mit schnellrhythmischen und getragenen Klängen, a cappella oder exzellent an der Orgel von Karl-Heinz Durban begleitet. Die Texte, die hauptsächlich deutsche Übersetzungen waren, kamen klar und einfühlsam beim Publikum an. 

Immer wieder bereicherten einzelne Sänger oder Gruppen mit kleinen Soli den runden vielstimmigen Chorklang. Zwischen einzelnen Liedergruppen sorgten die Orgel und das Streichquartett mit einigen Sätzen aus Michel Correttes 1. Weihnachtssinfonie für eine ebenso feinfühlige wie warme Stimmung. 

Viel Lob für Dirigentin

Vor dem gemeinsam gesungenen „Adeste fideles“ („Herbei, o ihr Gläubigen“) dankte das zahlreich erschienene Publikum Chor und Musikern begeistert mit großem Applaus. „Teutonia“-Vorsitzender Hans Schneider dankte im Namen der Sänger Clarisse Durban für „ihre engelhafte Geduld, stets guten Laune und unermüdlichem Enthusiasmus bei der Probenarbeit“. 

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