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Kehl

Arbeitskreis für Radschnellweg

11. Oktober 2017
&copy Modus Consult

Mitglieder eines Arbeitskreises haben sich mit Frank Gericke vom Büro Modus Consult darüber unterhalten, wie der Radverkehr in Kehl verbessert werden kann. Einige Ergebnisse sind bemerkenswert.  

Verkehrsplaner Frank Gericke hat im Anschluss an ein Treffen von Mitgliedern des Arbeitskreises Radverkehr angekündigt, sein Konzept für das innerstädtische Radnetz noch in diesem Jahr dem Gemeinderat vorlegen zu wollen.
In der Nachbesprechung der gemeinsamen Beradelung vom Juli, an der auch die Leiterinnen der Bereiche Stadtplanung/Umwelt, Kora Herrmann, und Tiefbau/Grünflächenmanagement/Betriebshof, Silke Roder, teilnahmen, seien die identifizierten Problemstellen noch einmal näher betrachtet worden, um zu konsensfähigen Lösungen zu finden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. Entlang der von Radfahrern stark frequentierten Vogesenallee sind demnach zwei Lösungen grundsätzlich denkbar: zum einen die getrennte Fahrradführung in der jeweiligen Fahrtrichtung des motorisierten Verkehrs, zum anderen ein gegenläufig nutzbarer Radweg auf der Seite des Schulcampus‘. Einen solchen etwa vier Meter breiten Radweg könnte sich Frank Gericke abgesetzt von den Fahrbahnen für den motorisierten Verkehr und getrennt von einem Fußgängerweg vorstellen. Ob dieser Radweg, der sich bis zum Rhein und bis nach Neumühl fortsetzen könnte, als Kehls erster Radschnellweg ausgebaut werden kann, will der Verkehrsplaner prüfen. Wenn dies gelingt, könnten spezielle Fördermittel beim Land beantragt werden.

Einhellige Zustimmung 

Im Arbeitskreis habe dieser Lösungsansatz einhellige Zustimmung gefunden, heißt es, wobei für die Engstelle an der kleinen Brücke eine Lösung gefunden werden müsse. Der Neubau des Rewe-Supermarktes (Sundheim) stehe einer solchen Lösung nicht im Wege, versicherte Roder: Im Bereich des neuen Einkaufsmarktes werde der Radweg lediglich angehoben und für die Ein- und Ausfahrt in den künftigen Parkplatz unterbrochen, ansonsten ändere sich hier jedoch nichts.

Vorfahrt für Radfahrer

Thema war auch, die Friedhofstraße zur Fahrradstraße zu machen, um eine Umfahrung der stark befahrenen Hauptstraße zu ermöglichen. Dann hätten dort die Radfahrer Vorrang – Autofahrer, die in die Friedhofstraße einfahren wollten, müssten warten. Was die Anbindung der Vogesenallee über die Hauptstraße bis zur Einmündung in die Friedhofstraße angeht, kam der Arbeitskreis einhellig zum Schluss, dass ein gegenläufig befahrbarer Radweg auf der Ostseite der Hauptstraße zwei Radwegen entlang der beiden Fahrbahnen vorzuziehen sei. Allerdings gilt auch hier, dass die Brücke eine Engstelle darstellt. Eine Lösung muss der Verkehrsplaner noch für den Bereich finden, in dem die Friedhofstraße wieder auf die Hauptstraße trifft.

Beim Bau der Tramtrasse vom Bahnhof bis zum Rathaus ist die Radwegeführung laut Gericke aufgrund enger Straßenverhältnisse schwierig: Entlang der B 28 bis zur Geiger-Kreuzung werden die Radfahrer deshalb auf gemeinsamen Geh- und Radwegen entsprechend der Fahrtrichtung des motorisierten Verkehrs geführt. Das Gleiche gilt für die Großherzog-Friedrich-Straße bis zur Kreuzung mit der Kinzigallee. Von dort an fahren die Radfahrer auf der Straße (Tempolimit 30 km/h) im Verkehr mit. Im Gegensatz zum Autoverkehr darf der Radfahrer die Großherzog-Friedrich-Straße weiterhin bis zum Rathaus durchfahren. Radler, die von Frankreich her kommend von der Trambrücke in den Garten der zwei Ufer fahren möchten, müssen sich laut Verwaltung noch bis zur Zollhof-Bebauung gedulden, ehe sie bequem dorthin bekommen können. 

Autor:
Redaktion

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