Kehl - Auenheim

Auenheimer Ferienspaß: Kritik an den Kritikern

Autor: 
Antje Ritzert
Lesezeit 3 Minuten
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18. November 2018

Einer der Höhepunkte des Auenheimer Ferienspaßes 2018: eine politische Bildungsreise in die Hauptstadt Berlin. Die Bürgerstiftung machte es möglich. ©Archivfoto

Ferienspaß-Organisatorin Claudia Heidt berichtete am Donnerstag auf der Auenheimer Ortschaftsratsitzung von den gelungenen Betreuungsangeboten diesen Sommer, brachte aber auch Unmut und Unverständnis über vorgebrachte Kritik zum Ausdruck.

Der Auenheimer Ferienspaß mausert sich immer mehr: Über die gesamten Sommerferien hinweg konnten die »Auemer« Kinder und Jugendlichen aus einer Palette von 26 Spaß- und Spiele-Tagen wählen. Das Angebot, das sich an 8- bis 18-Jährige richtete, ließ keine Wünsche übrig: Vom Tischkicker-Turnier über den Besuch des Unimog-Museums in Gaggenau, einer Geocaching-Tour, dem Gestalten von Taschen und T-Shirts mit Textilfarbe, Fußballspielen oder einem Tag auf dem Reiterhof in Sundheim bis hin zur gemeinsamen Radtour fand so ziemlich jeder etwas nach eigenem Gusto – und das zu extra kleinem Preis.

Rundum-Sorglos-Paket

Möglich macht dieses Rundum-Sorglos-Betreuungspaket das Engagement von vielen ehrenamtlichen Helfern und Vereinen sowie die finanzielle Unterstützung von Stadt, Unternehmen und Privatpersonen. Allen voran legen sich die beiden Auenheimerinnen Claudia Heidt und Ines Beiser jedes Jahr erneut ins Zeug, um all die Angebote und das organisatorische Drumherum auf die Beine zu stellen. Würde es sie und ihre Helfer nicht geben, wäre in den Sommerferien in »Auene« vor allem eines los: nichts.

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Organisatoren sprachlos

Trotzdem wurde zu Beginn des »Ferienspaßes« Kritik an die beiden herangetragen. Angeblich sei die Auswahl nicht besonders groß gewesen, und andere Gemeinden würden mehr anbieten, berichtete Claudia Heidt am Donnerstagabend dem Ortschaftsrat. »Das hat uns beide sprachlos und auch etwas ärgerlich gemacht«, sagte sie. Noch dazu käme, dass sich die Kritiker selbst nicht als Helfer einbrächten, sondern nur von den Angeboten profitierten. Mit den 26 verschiedenen Optionen hätte man zudem acht Aktionen mehr als im Vorjahr auf die Liste setzen können. Ortsvorsteherin Sanja Tömmes würdigte das Engagement der beiden Organisatorinnen und brachte ebenfalls ihr Unverständnis über die Kritik zum Ausdruck: »In der Politik ist es das Gleiche. Die, die jammern und kritisieren, sind nicht bereit, mitzumachen, wenn man sie dazu auffordert.« Sie selbst wisse aus eigener Erfahrung, wie viele Stunden der »Ferienspaß« schon allein in der Vorbereitungszeit braucht, und schätze es sehr, »dass das jemand macht«.

68 Teilnehmer 

Höhepunkte des Auenheimer Ferienspaßes 2018 waren unter anderem die Besichtigung des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden, ein Segelflug über Kehl sowie – mit Unterstützung der Bürgerstiftung Kehl – eine viertägige politische Bildungsreise nach Berlin. Auch die traditionelle »Bildersuchfahrt«, die das Ziel hat, den Kindern die Dörfer und Städte in der näheren Umgebung nahezubringen und an der auch ganze Familien teilnehmen können, hat sich wieder bewährt. Insgesamt haben in diesem Jahr 68 Kinder und Jugendliche am Ferienspaß teilgenommen. »Zur Abschlussfeier sind aber nur 20 Personen gekommen«, sagte Claudia Heidt. »Das war schon etwas deprimierend.«

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