Kehl

Bad-Neubau und Hallenbad: Gemeinderat diskutiert im Mai

Autor: 
Klaus Körnich
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07. April 2017

Aktion des Kehler Schwimmvereins für den Erhalt des Kehler Hallenbads. ©Udo Künster

Die Neuordnung der Bäderlandschaft in Kehl soll ganz nach oben auf die Agenda der Stadt Kehl gesetzt werden. Dies haben Stadtverwaltung und Stadträte am Mittwochabend im Gemeinderat angekündigt.

Oberbürgermeister Toni Vetrano (CDU) kündigte für den Mai eine gemeinsame Infoveranstaltung mit Gemeinderat und Bürgern an. Dabei soll es auch einen öffentlichen Dialog mit den Betroffenen – den Vereinen und den Bad-Besuchern – zum Thema »Bäderlandschaft« und zur Schließung des Hallenbads geben. 

»Es wird eine harte Nuss, sagte der OB, denn die Betroffenen würden am liebsten schon für den nächsten Winter eine Lösung haben. »Andererseits sollten wir uns die Chance geben, konzeptionell zu arbeiten«, so der OB, unter Einbeziehung und auf Grundlage vorhandener Konzepte. Es gelte, den Bürgern eine Perspektive aufzuzeigen. »Eine Alternative wird Geld kosten und Zeit benötigen«, sagte Vetrano. 

 »Und da werde ich – das sage ich in aller Deutlichkeit – keine Flickschusterei mitmachen.« »Schnellschüsse«, wie zum Beispiel schnell mal das Dach zu reparieren – »dann sehen wir weiter« – , seien mit ihm nicht zu machen, so der OB.
Wenn er lese, dass es ein neues Bad »von der Stange« gebe – für 4,5 Millionen Euro –, dann müsse man ihm das zeigen, sagte ein skeptischer Rathaus-Chef. Er sagte den Stadträten »einen fairen, konstruktiven und transparenten Dialog« zu – »das sind wir auch den Betroffenen schuldig.«

Planungsrate eingestellt

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Toni Vetrano erinnerte daran, wie das Thema seit vielen Jahren immer wieder verschoben worden sei. Er wies darauf hin, dass bereits eine Planungsrate für die Bäderkonzeption eingestellt worden sei. »So ganz überraschend war das Ganze nicht.« 
Das mehr als 50 Jahre alte Dach des Kehler Hallenbades ist stark beschädigt. Damit die Schwimmer nicht durch herabstürzende Teile verletzt werden, hat das städtische Gebäudemanagement im September ein Netz anbringen lassen. Die Saison im Hallenbad endet am 23. April. Danach wird das Bad bis auf Weiteres geschlossen bleiben, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung.

Die CDU-Fraktion stellte einen Antrag: Nach Rücksprache unter anderem mit den Fachleuten sei die Fraktion zu dem Ergebnis gekommen, heißt es darin, »dass unser Hallenbad mit einem vertretbaren Aufwand für die Dachsanierung und für die spätere Umnutzung in einen Mehrzweckraum beziehungsweise Sporthalle für das Kehler Schulzentrum erhalten werden kann«.

Dachsanierung: Bitte um zeitnahe Kostenermittlung

Über diese Annahme müsse zeitnah Klarheit geschaffen werden, bittet die Fraktion die Verwaltung. Das Dach entspreche der Ausführung der »Einstein«-Halle und der Auenheimer Halle, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Richard Schüler am Mittwoch im Gemeinderat. Er bat die Stadtverwaltung auch, zeitnah die Kosten für eine solche Dachsanierung zu ermitteln – ebenso den Aufwand für die spätere Umnutzung in eine Mehrzweckhalle/Sporthalle.

Die CDU-Fraktion geht davon aus, dass eine neue Bäderlandschaft für Kehl drei bis vier Jahre Zeit braucht. Dafür gelte es nicht nur möglichst viele »Eigenmittel« zu mobilisieren, sondern es gehe auch darum, Privatinvestoren (Hotel, Wellness) in das Gesamtprojekt zu integrieren, heißt es in einem Papier der CDU-Fraktion zu dem Thema.

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