Willstätt

Bemerkenswerte Kunstausstellung zum Willstätter Jahrmarkt

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10. September 2019

Zusammen mit ihren Assistenten schufen die Bewohner des Dia­konie-Wohnheims spannende Kunstwerke, die einiges »zu erzählen haben«. ©Gemeinde Willstätt

Sie ist etwas Besonderes im Programm des Willstätter Jahrmarkts: Unter dem Titel »Ich habe meinen eigenen Kopf« ist im Bürgersaal des Willstätter Rathauses eine Ausstellung mit Werken von Bewohnern des Wohnhauses der Diakonie Kork in der Uhlandstraße zu sehen.

Auch Menschen mit Handicap können sich künstlerisch ausdrücken. Das zeigt eine Ausstellung, die im Rahmen des Willstätter Jahrmarkts im Rathaus zu sehen sein wird.

Dritte Kustausstellung zum Jahrmarkt

Es ist das dritte Mal, dass im Rahmen des Jahrmarkts Kunst im Rathaus zu sehen ist, so Holger Hemler von der Gemeindeverwaltung. Diesmal ist es jedoch keine der üblichen Werkschauen eines »normalen« Künstlers: Die Objekte stammen von Menschen, die alle im Wohnhaus der Diakonie Kork in der Uhlandstraße in Willstätt leben. 24 Bewohner im Alter von 25 bis 65 Jahren haben mitgemacht. 

Entstanden ist die Idee bei den Assistenten. »Wir bewegen uns ja immer in einem Spannungsfeld«, sagt Andreas Hornung vom Heilerziehungspfleger-Team des Wohnhauses: »Einerseits Selbstbestimmung und eigenständige Lebensführung der Bewohner fördern und andererseits für Fürsorge und Behütet-sein sorgen. Wir möchten mit der Ausstellung zeigen, dass jeder Bewohner eine eigene Persönlichkeit ist, Wünsche und Träume hat und sehr wohl ›einen eigenen Kopf‹ hat.« Bei der Gemeindeverwaltung sei man mit der Idee auf offene Ohren gestoßen.

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Bewohner genießen kreative Freiheit

Künstlerisch-kreatives Gestalten zählt zu den regelmäßigen Angeboten im Wohnheim, erläutert Hornung. Für die Bewohner seien diese Angebote sehr wichtig: »Sie sind ja ansonsten tagsüber in sehr strikten Abläufen drin. Beim kreativen Arbeiten können sie sich selbst individuell ausdrücken. Die genießen das auch total: Farben und Materialien frei wählen zu können – und auch die Zeit, wie lange sie sich mit ihrem Kunstobjekt beschäftigen wollen.« 

Betreuung ja, Bevormundung nein

Die Assistenten halfen den Bewohnern, wenn es nötig war. Manche seien sehr selbstständig, andere brauchten mehr Hilfe – etwa auch weil ihre Motorik eingeschränkt ist. In jedem Fall aber lautete die Marschroute: Betreuung ja, Bevormundung nein. Heraus kamen 24 individuelle Skulpturen – 24 eigene Köpfe. »Ich kann bei jeder Skulptur sehen, von wem sie ist. Jeder hat sich sehr gut zum Ausdruck gebracht«, findet Hornung.

Die Vernissage beginnt am Freitag, 13. September, um 18 Uhr. Neben Bürgermeister Christian Huber werden der Vorsitzende der Diakonie Kork, Frank Stefan, und Svenja Schmitz von der Wohnhausleitung sprechen. Auch einige Künstler werden anwesend sein. 

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