Wirtschaft/Arbeitsmarkt

Blick über den Rhein lohnt sich

Autor: 
Sabine Schafbauer
Lesezeit 2 Minuten
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22. September 2019

Isabel Parthon (Infobest, links) und Organisatorin Fiona Härtel. ©Sabine Schafbauer

Fachkräfte aus dem Elsass können gerade für Kehler Unternehmer sehr interessant sein. Wie man sie findet, erklärte die Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung der Stadt Kehl am Donnerstag bei dem Infoabend »Arbeitsmarkt 360°« im Zedernsaal.

»Die Lage an der französischen Grenze war mit ein Grund, warum ich nach Kehl kommen wollte«, erklärte der Erste Beigeordnete der Stadt Kehl, Thomas Wuttke, in seinem Grußwort bei dem Infoabend zur grenzüberschreitenden Arbeitsvermittlung. Auch für den Arbeitsmarkt bieten sich mit Fachkräften und Auszubildenden von der anderen Rheinseite viele Möglichkeiten und Vorteile. Auf Initiative von Fiona Härtel, Geschäftsführerin der Kehl Marketing, und Isabel Parthon von der Infobest Kehl/Straßburg informierten verschiedene Arbeitsvermittler über die Möglichkeit, der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Sprachkurse

Heike Danner von der Agentur für Arbeit erklärte, wie Bewerber ausgewählt und vorbereitet werden. Neben einem gezielten Bewerbungstraining erhalten die Interessenten auch qualifizierte Sprachkurse. Die Vermittlung läuft in Zusammenarbeit mit der französischen Pole Employ. 

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Sarah Seitz, ebenfalls Agentur für Arbeit, stellte die grenzüberschreitende Ausbildung am Oberrhein (EURES-T) vor. Die Auszubildenden gehen in Frankreich zur Schule und arbeiten in einem deutschen Ausbildungsbetrieb. Die Zweisprachigkeit der Nachwuchskräfte ist ein großer Vorteil für die Unternehmen, ebenso wie das langsame Heranführen der französischen Jugendlichen an den deutschen Arbeitsmarkt. Gerade für Kehler Unternehmen mit viel französischer Kundschaft sind französische Mitarbeiter oft sehr hilfreich. 
Das Projekt »Interreg V« möchte Brücken bauen für französische Arbeitnehmer, die in Frankreich bereits eine Ausbildung gemacht haben und in Deutschland als Fachkräfte arbeiten wollen. Marie-Astrid Bénard und Nelly Keuerleber von der Maison de l’Employ stellten das Projekt vor. Die Bewerber werden gezielt geschult, um die entsprechende Qualifikationsanerkennung in Deutschland zu erhalten. Isabel Parthon informierte über die Infobest, erste Anlaufstelle in Kehl für alle grenzüberschreitenden Fragen.

Bernd Wiegele, stellvertretender Leiter für Aus- und Weiterbildung bei der IHK südlicher Oberrhein, stellte die deutsch-französische Lehrstellenbörse der IHK vor. Für Ingenieur-Studenten gibt es bereits eine gut funktionierende Zusammenarbeit zwischen der Verwaltungshochschule Kehl und der INSA Straßburg, vorgestellt von Hansjörg Drewello, Hochschule Kehl, und Mathias Zessin von der INSA. 

Informativer Abend

Zum Abschluss des sehr informativen Abends kamen noch einige Kehler Unternehmer zu Wort, die schon seit Jahren sehr gute Erfahrungen mit französischen Auszubildenden und Fachkräften gemacht haben. »Französisch sprechende Fachkräfte sind sehr gut für deutsche Arbeitgeber am Rhein«, bestätigte auch Thomas Juhl, der als Steuerberater viel Erfahrung mit dieser Thematik hat. 
 

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