Umbau

Brandschutz macht Korker Rathaussanierung kompliziert

Autor: 
Redaktion
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05. September 2018

Das Bild zeigt das Dachgeschoss, in dem Rats- und Trausaal eingerichtet werden. ©Stadt Kehl

Das Rathaus in Kork gleicht noch immer einer Großbaustelle: Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes gestaltet sich weit aufwendiger, als ursprünglich geplant – vor allem aus Gründen des Brandschutzes.

Bei der Sanierung »gehen wir mit dem Gebäude schonend um«, erklärt Michael Heitzmann, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, und nennt die Decken als Beispiel: Dort wird das alte aus Stroh und Lehm bestehende Dämmmaterial überall dort belassen, wo es möglich ist. 

Gebälk freigelegt

Im Dachgeschoss, wo später einmal der Sitzungssaal für den Ortschaftsrat untergebracht wird, der gleichzeitig als Trauzimmer dienen wird, wurde das komplette Dachgebälk freigelegt, von Hunderten von alten Nägeln befreit und in Handarbeit abgeschliffen. Speziell aufgearbeitet werden die Balken jedoch nicht: »Alles soll sichtbar bleiben, bis hin zum Brandschaden«, sagt Michael Heitzmann. 
Wer über die Treppe – oder den Aufzug – ins Dachgeschoss kommt, dem eröffnet sich über eine Halbtonnen-Gaube ein spektakulärer Blick in Richtung des Korker Bühl. 

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Krapp freut sich 

»Das wird einer der schönsten Ausblicke von ganz Kehl«, freut sich der Kehler Baubürgermeister Harald Krapp bei seiner Besichtigung der Baustelle.
Bei der Sanierung wird die ehemalige Raumaufteilung im Korker Rathaus soweit wie möglich wieder hergestellt. Eine alte Wand ist von Gurten umschlungen aufgehängt worden, damit drum herum und darunter der Boden eingebaut werden kann. »Danach wird die Wand wieder fixiert«, kündigt Michael Heitzmann an. Eine besondere Herausforderung ist der Brandschutz im historischen Gebäude. Schon der Einbau des Aufzugs, der unerlässlich war, um das Gebäude barrierefrei zu machen, war Millimeterarbeit: Im Dachgeschoss musste ein Teil des Betonschachts für den Aufzug für einen Dachbalken ausgespart werden.
Die alte Holztreppe, die eigentlich im Gebäude bleiben sollte, muss wegen des Brandschutzes nun doch entfernt werden. Zwar kann sie durch eine Holztreppe ersetzt werden, »wir müssen aber alle Anschlusspunkte an die Büros feinsäuberlich bearbeiten«, erläutert Michael Heitzmann.

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