Ioannis Efraimidi

Bürgerstiftung Kehl begrüßt 215. Stifter

Autor: 
Hans-Jürgen Walter
Lesezeit 4 Minuten
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18. Juni 2019

Ioannis Efraimidi vor seinem Lokal. ©Hans-Jürgen Walter

Ioannis Efraimidi heißt der 215. Stifter der Bürgerstiftung Kehl. Er wolle der Stadt etwas zurückgeben, sagt der 42 Jahre alte Grieche.

Die Unterstützung für die Bürgerstiftung Kehl (BSK) ist ungebrochen. Am Samstag hießen vom Fundraising-Fachausschuss dessen stellvertretender Vorsitzender Heino Bullwinkel und Klaus Gras den mittlerweile 215. Stifter willkommen. Es ist der 42-jährige Grieche Ioannis Efraimidi. Seit zehn Jahren kennen ihn die Kehler als gastfreundlichen Wirt.
Heino Bullwinkel freut‘s, dass die Stifterfamilie immer größer wird. Im laufenden Jahr konnte nunmehr schon das fünfte Neumitglied in der Stifterfamilie willkommen geheißen werden. Ganz besonders freut es Bullwinkel aber, dass sich mit Efraimidi ein weiterer Vertreter der vielen in Kehl lebenden ausländischen Mitbürger in der Bürgerstiftung für soziale Belange in der Stadt engagiert.
Für Efraimidi ist das eine Selbstverständlichkeit, wie er bekräftigt. Mit der Unterstützung der Bürgerstiftung möchte er der Stadt etwas zurückgeben, in der er so viel Gutes habe erfahren dürfen.
Als 19-Jähriger hat der in der Kampfsportart Judo geschulte Efraimidi in seinem Heimatland begonnen, als Security-Kraft in den großen Tourismus-Städten zu arbeiten. Der Kontakt dabei mit den Deutschen habe bei ihm das Interesse für deren Land geweckt. »Ich wollte unbedingt Deutschland kennen lernen, das Land, die Menschen, die Kultur«, erzählt er.

»Ich bleibe hier«

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Da war es schon mehr als nur eine glückliche Fügung, dass ein Onkel von ihm ein Restaurant in Offenburg hatte. Zu diesem zog es ihn nun, zunächst als Urlauber. Das war vor 22 Jahren. Was er in der Ortenau, im Schwarzwald, aber auch im nahen Frankreich entdecken und erfahren durfte sowie all die vielen Begegnungen, das hat ihm »alles gefallen«. Also stand sein Entschluss schnell fest: »Ich bleibe hier.« Als Betätigungsfeld wählte er die Gastronomie. Weil man es da mit Menschen zu tun hat. »Die glücklich zu machen, das ist das Schönste für mich«, bekundet er. Zwölf Jahre arbeitet er als Koch in Offenburg, Appenweier und Oberkirch. Dann erfährt er von einem Kollegen, dass in Kehl ein Lokal frei geworden ist. Efraimidi erkennt seine Chance. Er fährt nach Kehl. Und was er sieht, findet seine Zustimmung. Es ist das einstige Café Kunz, aus dem er das »Alexandros« macht. Im ersten Jahr unterstützen ihn seine Eltern, die Mama hilft auch jetzt noch ab und zu. Weiter im Team mit dabei ist sein Bruder. Der heißt Alexandros. Aber nicht nach ihm ist sein Lokal benannt, sondern Alexander dem Großen, unter dem sich unter anderem im Zeitalter des Hellenismus die griechische Kultur über weite Teile der damals bekannten Welt ausgebreitet hat. »Mein Restaurant sollte einen starken Namen haben«, bekräftigt Efraimidi. »Ich liebe das, was ich mache«, unterstreicht er. Seine Kundschaft offenbar auch. 50 Prozent der Gäste kommen aus Kehl und der Region, die andere Hälfte aus Straßburg und dem Elsass. 

22 Jahre in Deutschland

Efraimidi ist zufrieden. Und glücklich mit Frau, seiner 14-jährigen Tochter und der gesamten Familie. Dieser Zufriedenheit will er Ausdruck verleihen. Und danke sagen für die 22 Jahre, die er in Deutschland ist. Insbesondere soll sein Dank Kehl und den Kehlern gelten. »Ich bin als Grieche gut aufgenommen worden, fühle mich bestens integriert«, sagt er. Deshalb will er sich jetzt für und in der Bügerstiftung engagieren, denn „die Menschen sollen sich gegenseitig helfen«. 
»Die Bürgerstiftung fördert das Gemeinwohl der in der Stadt lebenden Bürger«, erklärt Heino Bullwinkel. Zu dieser Förderung zählen unter anderem die Jugend- und Altenhilfe, die Erziehung und Berufsbildung, »sowie ganz wichtig auch«, fügt Klaus Gras hinzu, »die Begegnung zwischen deutschen und ausländischen Mitbürgern zur Völkerverständigung in Kehl.«

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