ÖPNV Kehl

Buslinien: Optimierung findet Zuspruch

Autor: 
Brigida Lutz
Lesezeit 3 Minuten
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11. Oktober 2019

Die bisherige und die geplante optimierte Buslinenführung. Oben ist Bodersweier zu sehen. ©Stadt Kehl

Zur öffentlichen Ortschaftsrats-Sitzung am vergangenen Dienstag in Zierolshofen begrüßte Ortsvorsteher Heinz Speck Sina Vogt von der Stadt Kehl und Mischa Sydow von der SWEG, die das optimierte Buskonzept vorstellten. 

In knapp einem Jahr des Buslinien-Konzeptes wurden viele Anregungen, Aussagen und auch Kritiken zusammengetragen und für die nun erfolgte Optimierung zugrunde gelegt.

Was bisher gemacht wurde

Die Linie 301 (grün auf dem Foto), die von Querbach über die Querbacher Straße nach Bodersweier führte, wurde von Querbach auf die L 90 mit Anbindung an Kork oder Rheinau verlegt. Die Linie K 5 – blau mit roten Kreuzen (Querbacher Straße) – bleibt für den Schülerverkehr, die Abendstunden und am Wochenende erhalten. Die neue K 5-Linie führt nun von Querbach auf die L 75 und von dort nach Bodersweier mit der Haltestelle Alte Mühle – hier liegt die Seniorenresidenz, Edeka Höhn und die Arztpraxis in unmittelbarer Nähe. Weitere Haltestellen sind beim Gasthaus „Hoffnung“ und bei der Sparkasse. Mit der K5-Linie kommt man nun stündlich nach Zierolshofen und wieder zurück nach Bodersweier oder Kehl. Will man jedoch nach Rheinau, muss man in Bodersweier auf die Linie 301 umsteigen.

Die Kritik

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Aus den Reihen der Zuhörer wurde bemängelt, dass die Busverbindung nach Rheinau schlechter geworden ist. 28 Schüler aus Zierolshofen gehen in Rheinauer Schulen. Dazu kommen noch die Schüler aus Bodersweier und Querbach. Hier werden wegen der großen Anzahl auch teilweise Gliederbusse eingesetzt. Die Schüler werden zur ersten Stunde gefahren und können zur fünften oder sechsten Sunde wieder zurückfahren. Allerdings fährt der Bus über Hohbühn, Holzhausen und Linx nach Bodersweier. Dort haben die Zierolshofener Kinder 27 Minuten Wartezeit, bis sie Anschluss nach Zierolshofen haben. Besonders schlecht ist, dass es keinen Unterstand an den Haltestellen gibt. Mischa Sydow bestätigte dieses Problem. Es werde daran gearbeitet, auch hier eine Lösung zu finden, was aber noch etwas Zeit benötigt. 

Bei der hier vorgestellten Linienführung ging es ja um die Linienführung Zierolshofen– Kehl und die habe man ja jetzt optimiert, so Vogt. Auch sie sei daran interessiert, dass es für Rheinau eine Lösung gibt. Wegen der fehlenden Unterstände wird sie ebenfalls tätig werden. 

Eine Zuhörerin bemängelte die Anbindung an das Klinikum Kehl. Schon viermal habe sie den Anschluss an den K 3-Bus nicht bekommen und  war auf die Hilfsbereitschaft anderer angewiesen. Auch seien die Buskosten mit 2,65 Euro für die Fahrt von Zierolshofen nach Bodersweier sehr teuer. Hierzu sagte Sina Vogt, dass die Tarife und Preise nach Zonen eingeteilt sind, die vom Tarifverbund Ortenau GmbH, kurz TGO festgelegt werden.   
Der Ortschaftsrat stimmte der neuen Linienführung Zierolshofen–Kehl zu. Dies sei eine gute Lösung für die Verbindung nach Kehl. In die Zustimmung wird der Punkt „Unterstand“ mit aufgenommen. Für die Busverbindungen nach Rheinau muss man weitere Verhandlungen führen, um auch hier eine Verbesserung zu  bekommen.  

Weitere Themen

Beim Kindergarten soll am kommenden Montag der Parkplatz gepflastert werden. Im Moment sei der Maler noch bei der Arbeit. Der Einzug wird voraussichtlich am 26. November erfolgen. Die Frage, ob die beiden Eingangs-Säulen noch einen Anstrich erhalten, stellte Speck infrage.  Die städtischen Kindergärten seien einfarbig, die kirchlichen Kindergärten seien bunt, meinte er. Angeregt wurde, dass die Ortseingänge „blumiger“ werden sollten. Am südlichen Ortseingang wird das stadteigene Grundstück eine Blumenwiese erhalten, so Ortsvorsteher Speck. Der Rat stimmte auch der Auftragsvergabe für die Urnengräber zu. Der Auftrag geht an eine Firma in Kork für 6900 Euro. 

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