Kehl

Weniger Geld für Tram-Haltestelle, mehr für das Baddach?

Autor: 
Martin Egg
Lesezeit 2 Minuten
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27. April 2017

(Bild 1/2) Die CDU-Fraktion will, dass die an »Stonhenge« erinnernden Rendezvous-Haltestellen am Rathaus billiger geplant werden, und dass das gesparte Geld in die Hallenbaddachsanierung investiert wird. ©J. Mayer H. Architekten

Die Schließung des Kehler Hallenbads hat in den zurückliegenden Wochen eine Welle des Protests ausgelöst. Noch ist nicht klar, wie es weitergehen soll, die Stadt sucht den Dialog mit den Bürgern. Die CDU-Fraktion macht indes Druck: Weniger Geld für die Tram-Haltestelle am Rathaus bereitstellen, dafür das Baddach sanieren! 

Viel kostengünstiger als geplant kann nach Ansicht der CDU-Gemeinderatsfraktion die künftige, nicht unumstrittene Endhaltestelle am Rathaus werden. In einem Antrag, den Fraktionsschef Richard Schüler bei der Sitzung am Mittwochabend vortrug, wird vorgeschlagen, die Haushaltsmittel für die fünf überdachten Punkte, die in ihrem Design »Rheinkieseln« nachempfunden sein sollen, von jeweils 150.000 auf 50.000 Euro zu reduzieren. 

Die dadurch gesparten 500.000 Euro möchte die CDU für die Dachsanierung des inzwischen geschlossenen Kehler Hallenbads verwenden. Schüler geht hier gegenüber der Kehler Zeitung von Reparaturkosten in Höhe von etwa 600.000 Euro aus.  »Das Kehler Hallenbad muss für die nächsten zwei bis vier Jahre in seiner Funktion erhalten bleiben«, fordert die CDU in ihrem Antrag. So viel Zeit werde nämlich die Entwicklung einer Kehler Bäderlandschaft benötigen. Spätestens in der übernächsten Gemeinderatssitzung solle deshalb über den Antrag der Hallenbaddachsanierung abgestimmt werden.

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OB: »Keine Schnellschüsse«

»Er wolle keine Schnellschüsse«, ging Kehls Oberbürgermeister Toni Vetrano (CDU) auf Konfrontationskurs und unterstrich damit eine Aussage, die der Rathaus-Chef bereits bei der vergangenen Gemeinderatssitzung gemacht hatte. Vetrano kündigte stattdessen für Mittwoch, 17. Mai, 18 Uhr, einen »Bürgerdialog Bäder« in der Kehler Stadthalle an.

Die erst im Monat März verkündete Schließung des Kehler Hallenbads – aus Sicherheitsgründen – hatte eine riesige Welle des Protests ausgelöst. Der Kehler Schwimmverein etwa sieht seine Existenz bedroht, Vereine und Privatpersonen sammelten daraufhin mehr als 10.000 Unterschriften für den Erhalt der Einrichtung. Selbst die »Landesschau« des Südwestfernsehens widmete der Badschließung in dieser Woche einen kurzen Fernsehbeitrag. 

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