Willstätt - Sand

Chorgemeinschaft Teutonia konzertierte am Samstag 

11. Juli 2017
&copy Nina Saam&copy Nina Saam

Auf eine beschwingte musikalische Reise durch die vier Jahreszeiten nahm die Chorgemeinschaft Teutonia ihre Gäste am Samstag in der Sander Halle bei ihrem diesjährigen Serenadenkonzert mit.

Herbst und Winter, Frühling und Sommer – die Jahreszeiten strukturieren nicht nur das Werden und Vergehen in der Natur, sondern bestimmen auch das Leben und die Feste der Menschen, wie die Chorgemeinschaft Teutonia in der Auswahl ihrer Lieder am Samstag in der Sander Halle stimmgewaltig zum Ausdruck brachte. 

Ist der Herbst die Zeit der Jagd sowie der Erntedank- und Weinfeste, so ist der Winter geprägt von der Kälte und der erstarrenden Natur, aber auch der winterlichen Vergnügungen wie dem Weihnachtszirkus und der Fasent. Im Frühling erwachen die Blumen und die Liebe, der Sommer lockt mit Unbeschwertheit, Ferienzeit und Badefreuden. 

Zudem präsentierte die Teutonia nicht nur eine Reise durch die vier Jahreszeiten, sondern auch durch die Jahrhunderte: Da schloss sich beispielsweise im Herbst auf Reinhard Meys spöttischen Song »Diplomaten-Jagd« die Trinkweise »Vinum schenk ein« von Erasmus Widman (1572-1634) an, gefolgt von einem melancholischen Volkslied aus den 1930ern bis hin zum fröhlichen »Hanauer Tanzlied« von Fritz Baas. 
Wieder einmal hatte Chorleiterin Clarisse Durban ein glückliches Händchen bei der Liedauswahl bewiesen. Der Wechsel der musikalischen Genres sorgte für Kurzweil, gleichzeitig konnte der 50-köpfige Chor seine große Bandbreite zeigen: mal sehnsuchtsvoll schmachtend (»O sole mio«), mal mit Schwung und überschäumender Freude (»Samba lélé«). 

Der Wechsel der Jahreszeiten wurde jeweils eingeleitet vom Gast des Abends, der französischen Sopranistin und Harfenistin Céline Peran. Ihre glasklare Stimme und der perlende Klang der keltischen Harfe sorgten dabei für Gänsehautfeeling. 
Auch sie beeindruckte durch ihre Vielseitigkeit – vom irländischen Volkslied über den melancholischen Song »Winter« der amerikanischen Jazzsängerin Patricia Barber bis hin zu »La Jardinera«, der Gärtnerin, die sich mit ihren Blumen über ihren Liebeskummer hinwegtröstet.

Für weitere Abwechslung sorgte Wittiko Durban, der mit mehreren Stücken auf dem Marimbaphon brillierte. In atemberaubendem Tempo ließ er die Klöppel über die hölzernen Tasten tanzen, ob beim »Hummelflug« von Nikolai Rimski-Korsakow oder dem ebenso lautmalerischen Stück »Erinnerungen an Zirkus Renz«. 

Vom Vater begleitet
Grandiose Fingerfertigkeit zeigte er auch bei Johannes Brahms’ »Ungarischen Tanz No.5«, bei dem ihn sein Vater Karl-Heinz Durban auf dem Klavier begleitete. 
Nach dem Reigen durch das Jahr kam die Chorgemeinschaft wieder in der aktuellen Jahreszeit an. Passend zur Vollmondnacht intonierte sie abschließend die schmelzende Ballade »Sommer unter’m Liebesmond« – die Melodie wurde  bekannt durch den Evergreen »Love me tender«, einst gesungen von Elvis Presley. Das Publikum dankte der Chorgemeinschaft, den beiden Solisten und natürlich Chorleiterin Clarisse Durban für das schöne und abwechslungsreiche Konzert mit lang anhaltendem Applaus.

Autor:
Nina Saam

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