Corona-Krise
Dossier: 

Corona: Stadt Kehl beklagt immer mehr Quarantäne-Muffel

Autor: 
Redaktion
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19. November 2020

Der Kehler Ordnungsdsdienst hat alle Hände voll zu tun: Hier bei einer routinemäßigen Gaststättenkontrolle. ©Stadt Kehl

Coronakrise: Die Zahl der Menschen, die sich nicht – wie angeordnet – zurückziehen, nimmt zu. Dabei droht jedem „Sünder“ Ein Bußgeld über. Darauf weist die Stadtverwaltung Kehl hin.

Die Zahl der Menschen, die sich nicht an die vom Gesundheitsamt verordnete Quarantäne halten, nimmt zu: Innerhalb von zwei Monaten haben die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes      15 solche Quarantäne-Muffel erwischt. Und das, obwohl bei einem Verstoß gegen die Quarantäne-Pflicht ein dreistelliges Bußgeld droht.

„Am Anfang der Pandemie hatten wir etwa alle zwei Wochen den Fall, dass jemand sich nicht an die Quarantäne gehalten hat“, wird Julia Winkler von der städtischen Polizeibehörde in einer Pressemitteilung der Stadt zitiert. Doch die Zahl nehme zu: „Die Menschen werden wohl unvorsichtiger und nehmen den Virus leichtfertig hin“, sagt sie. 

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Das spüre man auch an den Ausreden, die die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes zu hören bekommen, wenn jemand erwischt wird. Man sei „doch nur schnell einkaufen gewesen“ oder habe „die kranke Tante besucht, um sie zu pflegen“, heiße es dann. 

Der Regelsatz fürs Bußgeld liegt bei 500 Euro – für jede Person, die sich nicht an die Quarantäneverfügung hält. Eine vierköpfige Familie, die sich nicht wie angeordnet in der eigenen Wohnung aufgehalten hat, zahlt demnach 2000 Euro. Die Überprüfung der Quarantäne ist für die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes sehr aufwändig. So muss jeder Haushalt einzeln angefahren und an der Tür geklingelt werden. Macht dort niemand auf, werden die Personen angerufen und gebeten, nach unten zu kommen, damit überprüft werden kann, ob die Quarantäne eingehalten wird. Wie lange jemand in Quarantäne muss, legt das Gesundheitsamt fest. In diesem Zeitraum ist es dem betroffenen Haushalt nicht gestattet, das Haus zu verlassen. Ausnahmen bilden Arztbesuche, jedoch muss vorher mit der Praxis telefonisch Kontakt aufgenommen werden. 

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