Theaterwelt

Das Publikum war beim Live-Krimi-Hörspiel in Goldscheuer mittendrin

Karin Bürk
Lesezeit 3 Minuten
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26. Februar 2024
Die vier Sprecher Christina Hardy, Maike Blaszkiewiez, Horst Kiss und Wolfgang Weber (von links), inszenierten am Samstag ein Krimi-Hörspiel inklusive Büfett bei der Theaterwelt in Goldscheuer.

Die vier Sprecher Christina Hardy, Maike Blaszkiewiez, Horst Kiss und Wolfgang Weber (von links), inszenierten am Samstag ein Krimi-Hörspiel inklusive Büfett bei der Theaterwelt in Goldscheuer. ©Karin Bürk

Die Theaterwelt in Goldscheuer inszenierte am Samstag ein Krimi-Hörspiel inklusive Büfett. Das von Ronja Erb geschriebene Stück „Törtchen und Wein – Gelegenheit macht Morde“ war ausverkauft.

Kehl-Goldscheuer. Das Besondere an diesem Live-Krimi-Hörspiel am Samstagabend war, dass es sich in einer Art Wohnzimmeratmosphäre mitten unter den Gästen abspielte und diese aktiv ins Geschehen mit einbezogen wurden – entweder bei einer türkischen Hochzeit oder als Kneipengäste. Dabei lernten sie die dunkleren Seiten Kehls kennen, und es kam letztendlich sogar zu einer packenden und aufregenden Reise bis hinüber ins benachbarte Elsass.

Perfekter Effekt

Die vier Sprecher, Horst Kiss, Maike Blaszkiewiez, Christina Hardy und Wolfgang Weber, der auch immer zwischendurch für die richtige Musikuntermalung sorgte – hatten mehrere Sprechrollen und mit kleinen Accessoires (Hut, Mütze oder Haarreif) konnten die jeweiligen Personen ziemlich schnell verwandelt werden, so wussten die Zuschauer stets mit wem sie es zu tun hatten. Die mit einer Flasche, einer Klingel, oder klirrenden Gläser produzierten Hintergrundgeräusche verleihen der Geschichte noch zusätzlich den perfekten Effekt.

Bevor das Krimi-Hörspiel begann, wurden die Zuschauer von Horst Kiss instruiert, dass auch sie während des Stückes gefordert sind und nicht untätig bleiben sollen, was gleichzeitig ein „Mitten-drin-sein-Gefühl“ erzeugt.

Die Geschichte ist kurz und knapp erzählt: Es ist noch am frühen Morgen in Kehl. Die Vögel zwitschern bereits in den Bäumen und auf den Straßen war das Quietschen von Autoreifen zu hören. Die Kommissare Bernhard Harrer (Horst Kiss) und Rolf Leitner (Wolfgang Weber) sind noch etwas verschlafen, als sie zur Passerelle gerufen werden, denn dort wurden zwei aneinander gebundene Leichen gefunden. Wie sich herausstellt, gehörten beide Opfer auch noch dem Kehler Gemeinderat an. Unverzüglich beginnen die beiden Kommissare mit ihren Ermittlungen.

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Die unerfüllte Liebe Leitners, dessen Herz für Conny Held von der Spurensicherung (Christina Hardy) schlägt, die allerdings erst mit ihm essen gehen will, wenn der Fall bis zum Folgetag gelöst ist, sorgte dabei für Aufregung. Voller Leidenschaft wird das Doppelleben des verheirateten Harrer mit seiner Geliebten Marie Dupont (Maike Blaszkiewiez), einer französischen DNA-Journalistin, dargestellt, die besondere Vorlieben bei der Liebe hat.

Aber auch bei den Toten gab es schwierige Verhältnisse, so dass es für die Ermittler nicht einfach war, Licht ins Dunkel zu bringen. Als die Spuren nach Straßburg führen, ist die Zusammenarbeit mit dem französischen Kollegen Vincent Epp (ebenfalls Wolfgang Weber) gefragt. Eine packende und aufregende Reise zwischen den zwei Ufern begann.

Brennpunkt Kehl

Genau in dem Moment, als es im Brennpunkt Kehl richtig spannend wurde und der Zuschauer erfahren sollte, warum die beiden ermordet wurden, drang eine laute „Pink Panther“-Melodie durch den Raum, mit der die Pause eingeläutet wurde. Gestärkt mit dem von Maike Blaszkiewiez zubereiteten Büfett, den bereits vorliegenden Faktenpuzzleteilen und dem gemeinsam gesungenen „Mackie Messer Song“ konnte dann im zweiten Teil letztendlich der Mord aufgeklärt werden.

Den am Samstag anwesenden Zuschauern hat das Live-Krimi-Hörspiel auf jeden Fall sehr gut gefallen. Jubelnder Applaus war am Schluss der Lohn für die vier Darsteller der Theaterwelt.

Wer wissen will, wie die Mördersuche ausgeht, hat dazu am kommenden Samstag, 2. März, ab 19 Uhr abermals Gelegenheit dazu. Restkarten sind für 17 Euro, ermäßigt 15 Euro (plus 12 Euro für das Buffet, wenn erwünscht) unter info@theaterwelt.de reservierbar.

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