Treffen bei den BSW

Wie kann der Fachkräftemangel in Kehl bekämpft werden?

Autor: 
Redaktion
Lesezeit 2 Minuten
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18. Juli 2019

Gesprächsteilnehmer von links: Andreas Volkert, Geschäftsführer der BSW Anlagenbau und Ausbildung GmbH (BAG), Fiona Härtel, Geschäftsführerin der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH, Angela Pöpplau-Hübner, Agentur für Arbeit, Roswitha Mühl, IHK-Bildungszentrum, Alexander Wollmann, Agentur für Arbeit. Foto: Stadt Kehl ©Stadt Kehl

Der Fachkräftemangel ist auch in Kehl ein Problem. Bei einem Vortrag der Wirtschaftsförderung diskutierten Vertreter regional ansässiger Firmen mit Mitarbeitenden des IHK-Bildungszentrums und der Agentur für Arbeit über Möglichkeiten, dem Mangel durch Weiterbildung entgegenzuwirken. 

Zu Beginn des von Fiona Härtel, Geschäftsführerin der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungs-GmbH, moderierten Abends erläuterte Alexander Wollmann von der Agentur für Arbeit das im Januar in Kraft getretene Qualifizierungschancengesetz. Arbeitgeber hätten dadurch die Möglichkeit, Zuschüsse für die Aus- und Weiterbildung von Arbeitnehmern zu erhalten. So könnten zum einen geringqualifizierte Beschäftigte mit dem Ziel, direkt oder schrittweise einen Berufsabschluss zu erwerben, gefördert werden.

Zum anderen ist ein finanzieller Zuschuss auch möglich für einzelne Fortbildungen, in denen Kenntnisse oder Fähigkeiten vermittelt werden, die über ausschließlich arbeitsplatzbezogene Weiterbildungen hinausgehen. »Ein konkretes Beispiel wäre die Führerscheinweiterbildung der Klasse C/CE, um Personen für den Einsatz als Berufskraftfahrer zu qualifizieren«, sagte Alexander Wollmann. Das Gesetz könne dabei im Unternehmen sehr flexibel eingesetzt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung.

Viele aus Frankreich

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Als Beispiel aus der Praxis berichtete Andreas Volkert, Geschäftsführer der BSW Anlagenbau und Ausbildung GmbH (BAG), von den Erfahrungen im eigenen Betrieb. »Traditionell haben wir schon immer viele Mitarbeitende aus Frankreich bei den Badischen Stahlwerken«, erläuterte Andreas Volkert laut Pressemitteilung. Mittlerweile beschäftige man sich gezielt mit deren beruflicher Weiterentwicklung. In einem von der Region Grand’Est und der Agentur für Arbeit geförderten Projekt haben französische Arbeitnehmer, die in Frankreich bereits eine Ausbildung absolviert haben, die Möglichkeit einer zusätzlichen Weiterbildung, um somit die Differenz zu einer in Deutschland absolvierten Ausbildung aufzuholen. Zusätzlich beinhalte die Weiterbildung auch einen Deutsch-Sprachkurs mit dem Ziel, am Ende über Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1 zu verfügen. 

Podiumsdiskussion

In einer  Podiumsdiskussion konnten sich die Vertreter der regional ansässigen Firmen direkt bei den Experten der Industrie- und Handelskammer und der Agentur für Arbeit über Möglichkeiten informieren, wie man das Qualifizierungschancengesetz im eigenen Betrieb anwenden kann, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. 
 

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