Auch Kehl dabei

Digitales Treffen für rund 50 Mitarbeiter aus neun Ortenauer Kommunen

Autor: 
Redaktion Kehl
Lesezeit 4 Minuten
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05. Dezember 2021
In einer Online-Umfrage wurden die Teilnehmenden gefragt, was ihnen zum Begriff der Interkommunalen Zusammenarbeit einfällt. Aus den anonymen Antworten hat sich nach und nach eine Wortwolke gebildet.

(Bild 1/2) In einer Online-Umfrage wurden die Teilnehmenden gefragt, was ihnen zum Begriff der Interkommunalen Zusammenarbeit einfällt. Aus den anonymen Antworten hat sich nach und nach eine Wortwolke gebildet. ©Stadt Kehl

„Digitalisierung hört nicht an der Stadtgrenze auf“. Unter diesem Motto fand die Auftaktveranstaltung zur Zusammenarbeit in der Ortenau mit rund 50 Mitarbeitern aus neun Kommunen statt.

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Schließungen von Rathäusern haben es gezeigt: Verwaltungen müssen verstärkt digital arbeiten und mit Bürgern interagieren. Weil diese Mammutaufgabe nicht alleine bewältigt werden kann, arbeiten die Kommunen der Ortenau künftig enger zusammen, teilt die Stadtverwaltung Kehl mit. An der digitalen Auftaktveranstaltung nahmen rund 50 Mitarbeitende aus neun Kommunen teil. „Ob Große Kreisstadt oder kleine Gemeinde, mit der interkommunalen Zusammenarbeit möchten wir alle Verwaltungen im Ortenaukreis stärken“, sagt die Digitalisierungsbeauftragte der Stadt Kehl, Vera Gaß.

Regelmäßige Treffen

Bereits seit September 2020 arbeitet sie gemeinsam mit Digitalisierungsbeauftragten aus Achern, Lahr, Offenburg und Oberkirch zusammen. „In regelmäßigen Treffen tauschen wir uns darüber aus, was bei jeder und jedem von uns in der Verwaltung gerade auf den Nägeln brennt“, berichtet sie weiter. Ein Thema, das alle Städte beschäftige, sei die Einführung der E-Akte, also die Sammlung aller Unterlagen zu behördlichen Vorgängen in digitaler Form. „In Kehl haben wir neben dem Ausländerwesen bereits drei weitere Bereiche auf die elektronische Akte umgestellt“, sagt die Digitalisierungsbeauftragte und weist darauf hin, dass bis 2025 die gesamte Stadtverwaltung in der Rheinstadt mit dem neuen System arbeiten soll.

Ein weiterer Meilenstein in der gemeinsamen Zusammenarbeit war die Messe Ortenau Digital, die am 30. September und 1. Oktober in der Illenau in Achern stattfand. Dabei tauschten sich Entscheidungsträger, Digitalisierungsbeauftragte und -experten aus den Kommunen im Ortenaukreis über die brennenden Themen in Sachen Digitalisierung der Verwaltung aus. Am zweiten Konferenztag waren Bürger eingeladen, an den Vorträgen teilzunehmen und sich an der Diskussion zu beteiligen. Im Zuge der Veranstaltung unterzeichneten die Oberbürgermeister der fünf Großen Kreisstädte eine Digitalisierungsvereinbarung und verpflichteten sich, bei Digitalisierungsvorhaben zu kooperieren.

Ortenauweit

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Nun wurde die ortenauweite Zusammenarbeit auf die Arbeitsebene gehoben. „Denn egal, ob kleine oder große Kommune, am Ende sind es die Mitarbeitenden in den einzelnen Abteilungen, die digitale Projekte umsetzen müssen“, sagt Vera Gaß. Damit der Ausbau der Digitalisierung von innen heraus funktioniert, werden in den einzelnen Produktbereichen in Kehl interne Lotsinnen und Lotsen eingesetzt: Die sogenannten Digitallotsinnen und -lotsen haben eine gezielte Schulung erhalten und helfen seit 2019 dabei, digitale Prozesse in den einzelnen Produktbereichen voranzubringen.

Zudem sind sie direkte Ansprechpersonen für alle Mitarbeitenden. „Doch egal ob sie, wie in Kehl, Digitallotsen genannt werden, oder Innovatoren oder Digitalisierungsbegeisterte heißen, in allen Kommunen der Ortenau arbeiten Menschen, die sich für ihre Verwaltung einsetzen und offen gegenüber neuer Technik, neuen Systemen oder neuen Ideen sind“, sagt Vera Gaß. Vergangene Woche nutzten rund 50 von ihnen die Chance, sich virtuell kennenzulernen und so die Basis für eine Zusammenarbeit zu schaffen.

Gemeinsam mit der Kehler Digitalisierungsbeauftragten moderierte Eva Zils die digitale Veranstaltung. Die Mitarbeiterin der Stadt Offenburg (Senior Digital Communications Facilitator) führte die Teilnehmer der neun Kommunen in die gemeinsame Plattform „Humhub“ ein. Ähnlich wie in verschiedenen sozialen Medien stehen dort themenspezifische Gruppen zur Verfügung, denen man beitreten kann. Bislang bestehen diese zu den Begriffen E-Akte, Service-BW, Digitallotsen.

Einzel- und Gruppenchats

Ein Austausch ist jedoch auch in Einzel- oder Gruppenchats möglich. Daneben werden Best-Practices geteilt. Mit Blick auf die rund 400.000 Einwohner in der gesamten Ortenau teilte Vera Gaß ihre Zukunftsvision innerhalb der Runde: „Es sind nicht die Kehler, Lahrer oder Offenburger Bürgerinnen und Bürger, für die wir hier arbeiten, sondern alle Menschen in der Ortenau. Digitalisierung hört nicht an der Stadtgrenze auf.“

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