Kehl

DLRG ist für den Erhalt des Hallenbads in Kehl

Autor: 
Redaktion
Lesezeit 3 Minuten
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24. März 2017

Neben dem DLR haben auch bereits Kinder im Kehler Hallenbad für dessen Erhalt "demonstriert". ©Udo Künster

Die DLRG-Ortsgruppe Kehl hat sich gestern in einer Pressemitteilung eindringlich gegen die dauerhafte Schließung des Kehler Hallenbads ausgesprochen. Die Lebensretter verweisen unter anderem auf die große Zahl an Badeunfällen: So habe es 2016 bundesweit fast 600 Ertrinkungstote gegeben.

2016 ist die Zahl der Ertrinkungstoten bundesweit, im Vergleich zum Vorjahr, um mehr als 10 Prozent gestiegen. 2015 hatte es einen Anstieg von 24,5 Prozent gegeben. Auch in der Ortenau hat sich die Zahl von Einsätzen der DLRG und Feuerwehren erhöht, wobei es sich nicht immer um Badeunfälle handelte, sondern auch um solche Einsätze, wo durch Starkregen Flüsse und Bäche übergelaufen und Personen in Lebensgefahr geraten sind.

Dies führte 2005 zu einem Kooperationsvertrag zwischen der DLRG und der Feuerwehr in Kehl. Auslöser hierfür war einen Unfall 2005, bei dem drei Kinder am Altrhein ins Eis einbrachen und ein Junge starb. »Dennoch liegen die Schwerpunkte der DLRG, welche in Kehl seit 1938 besteht, nicht in der Wasserrettung allein, sondern vielmehr in der Vermeidung von Badeunfällen«, erklärt Claude Woitschitzky, der stellvertretende DLRG-Vorsitzende in Kehl.

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163 ehrenamtliche Mitglieder hat die DLRG-Ortsgruppe.»Die aktiven 36 Mädchen und Jungs zwischen 10 und 17 Jahren sind auch der Garant für die kommende Generation der Ortsgruppe Kehl, deren Training und Ausbildung in erster Linie im Kehler Hallenbad stattfindet und ohne dieses der Rettungsdienst in diesem Umfang nicht geleistet werden könnte«, so Woitschitzky. 

Denn immer mehr Kinder und Erwachsene können nicht schwimmen. Um dem entgegen zu wirken, bedürfe es vieler Menschen, die bereit sind, sich für diesen immer größer werdenden Kreis von Nichtschwimmern einzusetzen. Dies geschehe unter anderem in den Schulen, Kindergärten, Vereinen und sozialen Einrichtungen durch die aktive Mitarbeit der DLRG Kehl. Der Gesetzgeber schreibe jedoch auch »eine geeignete Rettungsfähigkeit« vor. Diese bekomme man bei der DLRG. »Hier hat gerade in den letzten Jahren die Kehler Ortsgruppe viel Zeit in die Hallenbadsaison investiert, um Rettungsschwimmer zu befähigen«, so Woitschitzky. Allein über 80 Betreuer der Diakonie in Kork wurden so schon zum Rettungsschwimmer ausgebildet, um den dort lebenden Menschen den Besuch im Wassertropfen-Bad zu ermöglichen. Aber auch viele Jugendgruppenleiter, Vereinstrainer, Bundespolizisten, Sozialarbeiter und Lehrer an Kehler und auch auswärtigen Schulen seien so im Kehler Hallenbad ausgebildet worden. Die DLRG Kehl bildet nach eigenen Angaben bis zu 120 Rettungsschwimmer jährlich aus, die wiederum helfen, aus Nichtschwimmern Schwimmer zu machen.

»Hierfür bedarf es aber auch den entsprechenden Einrichtungen wie das Kehler Hallenbad. Nur das Engagement Einzelner reicht hierzu nicht aus«, so Woitschitzky. »Es ist die Aufgabe von Entscheidungsträgern, dem Gemeinderat genauso wie der Verwaltungsspitze, für die Sicherheit und die Gesundheit ihrer Bürger einzutreten. Für die Aufgaben der DLRG Kehl und der anderen wassersporttreibenden Vereine würde die Schließung des Kehler Hallenbades das sichere Ende bedeuten.«

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