Willstätt
Dossier: 

Dorfputz in Willstätt wegen Corona verschoben

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14. März 2020

Die fleißigen Müllsammler werden vorerst nicht durch die Gemarkungen der Willstätter Ortsteile ziehen, um illegal entsorgten Unrat einzusammeln. ©Daniel Ferber

Die in den Willstätter Ortsteilen geplanten Müllsammel-Aktionen im Rahmen der „Kreisputzete“ sind wegen der Corona-Epidemie verschoben worden. Darauf haben sich die Ortsvorsteher geeinigt.

Eigentlich wollten sich an den kommenden beiden März-Wochenenden in mehreren Willstätter Ortsteilen wieder viele fleißige „Heinzelmännchen“ aufmachen, um achtlos und illegal in der Landschaft entsorgten Müll einzusammeln. Doch daraus wird erst einmal nichts: Die Aktionen im Rahmen der „Ortenauer Kreisputzete“ werden wegen der grassierenden Corona-Epidemie verschoben. Darauf verständigten sich die Ortsvorsteher am Donnerstag im Willstätter Gemeinderat.

Baumert: Mut zu unpopulären Maßnahmen

Heiko Baumert (SPD) und Legelshursts Ortsvorsteher Peter Scheffel hatten die Verschiebung angeregt. Sie erinnerten an Empfehlungen der Behörden, Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern abzusagen. „Wir müssen das soziale Leben erst einmal ruhen lassen“, meinte Baumert. Angesichts der sich verschärfenden Lage brauche man mutige, notfalls auch unpopuläre Entscheidungen. Eine Absage wäre ein Zeichen: „Wir müssen einen Schritt vorausgehen.“

Ortschaften können selbst entscheiden

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Bürgermeister Christian Huber wollte die Putzaktionen nicht „von oben herab“ absagen. Hauptamtsleiter Andreas Leupolz betonte, die Putzaktionen seien Veranstaltungen der jeweiligen Ortschaften. Ob sie stattfinden oder nicht, könnten die Ortschaften selbst regeln.

Die Ortsvorsteher von Willstätt und Hesselhurst, Gabriele Ganz und Volker Mehne, sahen zunächst keinen Bedarf für eine Absage. Ilse Türkl (Sand) hingegen schlug sich auf die Seite der Befürworter einer Absage. Ralf Schäfer (Eckartsweier/CDU) verwies darauf, dass nicht zuletzt viele Schulkinder als Teilnehmer ausfallen würden, weil sie sich in häuslicher Isolation befinden. Am Ende einigte man sich auf eine Absage. Man könne die Putzaktion ja später als „Willstätt-Putzete“ nachholen, sinnierte Bürgermeister Huber.

Huber: „Wir verheimlichen nichts“

Zuvor hatte Huber vor Panikmache gewarnt. Zwar nehme man auch Gerüchte ernst und gehe ihnen nach, aber dass sich etwa Whats-App-Gruppen formieren, in denen diskutiert wird, wer im Dorf infiziert sein könnte oder nicht, gehe gar nicht. Der Koordinierungsstab der Verwaltung sei „am Puls der Zeit“. Daher solle man keine Spekulationen nach außen tragen. „Berufen Sie sich auf die Infos von uns“, so Huber an die Adresse der Ratsmitglieder. „Wir verheimlichen nichts.“

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