Ehrenamtsserie

Durchs Schießen hat Stephan Roß seine Liebe gefunden

Autor: 
Karin Bürk
Lesezeit 3 Minuten
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01. Juli 2020

Stephan Roß vom Schützen- verein Leutes- heim. ©Karin Bürk

Stephan Roß ist Sportwart des Sportschützenvereins Leutesheim und seit 1988 Mitglied. Er ist verheiratet und hat einen siebenjährigen Sohn. Seine Ehefrau Melanie, die er durch die Liebe zum Schießen kennengelernt hat, ist auch ehrenamtlich im Vorstand als Schriftführerin tätig. Roß ist für die sportlichen Belange zuständig, unter anderem für die Mannschaftsaufstellung, Meldung für Wettkämpfe und Meisterschaften.

Wie lange machen Sie das Ehrenamt schon?

Sportwart bin ich seit 2001. Davor war ich im Bereich der Jugendarbeit tätig. Ende offen.

Was treibt Sie an?

Freude und Spaß am Schießsport und die Kameradschaft im Verein.

Was bringt Ihnen das Engagement für diesen Verein persönlich?

Durch den Kontakt zu anderen Vereinen, zum Beispiel an Wettkämpfen, habe ich meine Frau kennen gelernt. Stolz bin ich bei sportlichen Erfolgen, wie zum Beispiel das Erreichen der Deutschen Meisterschaften in München. Oder auch nach Beendigung einer guten Saison als Meister in der Liga. Auch die Freude und das Erfolgserlebnis nach Beendigung der Baumaßnahmen für den neuen vollelektronischen Schießstand.

Wie kann man heute Menschen fürs Ehrenamt gewinnen und warum fällt es vielen Menschen schwer, sich ehrenamtlich zu engagieren?

Es fällt ihnen schwer, da sich die Gesellschaft sehr gewandelt hat. Der Beruf wird immer wichtiger! Das Engagement, in einem Verein Zeit zu verbringen oder sich Zeit für andere zu nehmen, wird immer weniger.

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Wie motivieren Sie sich?

Durch die sportlichen Erfolge des Vereins. Unser Schützenverein gehört, dank sehr guter Jugendarbeit, schon von der jüngsten Klasse bis in den Seniorenbereich zu den Top- Vereinen in der Ortenau. Das wirkt sich auch auf unsere Kameradschaft aus.

Wünschen Sie sich mehr Unterstützung, und wie könnte das aussehen?

Unterstützung kann man als Verein nie genug haben. Gerade die Sportschützenvereine kämpfen teilweise mit einem nicht so guten Image.

Welches war Ihr schönstes Erlebnis in Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit?

Sicher zu den schönsten Momenten hat der Wiederaufbau und die Renovierung des Schützenhauses nach dem Orkan Lothar gehört. Oder unser Schießstandumbau, den wir erst im Herbst vergangenen Jahres begonnen haben. Seit Februar dieses Jahres haben wir jetzt auf eine vollelektronische Trefferanzeige umgestellt. Somit sind wir auf dem neuesten Stand der Technik. Durch die Pandemie und das Kontaktverbot war es uns bis heute noch nicht möglich, den Stand einzuweihen. Wir hoffen diesen Termin bald umsetzten zu können. 
Im sportlichen Bereich zählt zu meinen schönsten Erlebnissen die zweimalige Teilnahme an der Relegation zum Aufstieg in die Zweite Bundesliga. Außerdem die Teilnahmen an der Deutschen Meisterschaft in München. Es ist für jedes Vereinsmitglied etwas ganz besonders, sich für München zu qualifizieren, da wir nur ein kleiner Verein sind.

Gibt es im Schützenverein auch junge Menschen, die sich engagieren?

Zurzeit haben wir sieben Jugendliche unter 18 Jahre, die im Verein aktiv sind.

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