Gottesdienst anders

„Ein bisschen Frieden“

Autor: 
Richard Lux
Lesezeit 3 Minuten
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22. Oktober 2020

Der „Gottesdienst anders“ wurde von Martina Schmidt und Jutta Lux musikalisch umrahmt. ©Richard Lux

Der Frieden in vielen Facetten war das Thema des „Gottesdienst anders“ am vergangenen Sonntag.

„Ein bisschen Frieden“– der Titel des Liedes der Sängerin Nicole, die 1982 damit den Eurovision Song Contest gewonnen hatte – lautete das Thema beim „Gottesdienst anders“ am Sonntag in Legelshurst.

Corona-bedingt kam die Kirche durch die zahlreichen Besucher nahe an die Belastungsgrenze ihrer Kapazität. Am Ende fand aber jeder noch einen Platz in dem von der Dekogruppe um Regine Jones und Friedegard Schäfer mit Friedenssymbolen an den Wänden gezierten Gotteshaus. Über dem Altar schwebte eine Friedenstaube. 

Natürlich war auch das Programm etwas gekürzt und den Einschränkungen angepasst. So startete der Gottesdienst mit einem Musikblock von nur zwei Liedern und dies mit „Ein bisschen Frieden“ als erstem Titel. Die Sängerinnen Martina Schmidt und Jutta Lux wurden dabei von der Band um Heidi Zimmermann, Roland Jones, Damaris und Andreas Marz begleitet. 

Wie spielt man „Frieden“?

Heidi Zimmermann führte zur Begrüßung mit einem Gedicht der Theologin Dorothee Sölle in das Thema ein. Nach dem zweiten Lied „Hevenu Schalom“ (Wir wünschen Frieden) gestalteten Jutta Lux, Martina Schmidt und Andreas Eisenmann eine kurze Szene als Anspiel, in dem zwei Kinder Krieg spielten und eine ältere Frau ihnen von der Furchtbarkeit des Krieges erzählte. Wobei am Ende des Dialogs die Kinder schließlich die Frau fragten: Wie spielt man eigentlich Frieden? 

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In seiner Predigt glaubte Pfarrer Andreas Eisenmann nicht, dass nur ein bisschen Frieden ausreiche. Die Engel an Weihnachten hätten ja auch nicht gesungen: „Ehre sei Gott in der Höhe und ein bisschen Frieden auf Erden.“ Der Pfarrer betonte, dass Frieden zu stiften bei jedem Einzelnen anfange und wenn viele ein bisschen Frieden schaffen auch einiges zusammen käme. Mit dem Zitat von Gandhi: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg“, endete die Predigt. 

Danach waren die Gottesdienstbesucher aufgefordert, ein Friedenssymbol zu basteln. Sie erhielten dazu ein quadratisches Blatt Papier und sollten versuchten, mit fachkundiger Anleitung von Roswitha Lusch eine Friedenstaube zu falten. Dabei stellten die meisten fest, dass das Basteln gar nicht so einfach ist.

Also ähnlich, wie als Friedensstifter in der Welt zu wirken. Jedoch mit etwas Übung, versicherte Pfarrer Eisenmann, könnte beides gut gelingen. Bevor die Musikgruppe in das Lied „Gebt euch den Frieden“ einstimmte, sprach Martina Schmidt die Worte des Franz von Assisi zugeschriebenen Gebetes „Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens.“

Mit dem Segen und dem finalen Song „Give us peace“ (Gib uns Frieden) wurde die Gemeinde dann in den Abend entlassen. Der sonst beim „Gottesdienst anders“ traditionelle Stehempfang mit kleinem Imbiss musste Corona-bedingt leider ausfallen. Wie üblich bekamen aber alle ein originelles Mitgebsel. Dieses Mal war es ein Bleistift mit der Gravur: „Selig sind, die Frieden stiften.“ 

Für 2021 hat das Team vom „Gottesdienst anders“ das Thema „Große Gefühle“ ausgewählt. Bei den drei Gottesdiensten geht es dann um „Liebe und Hass“ (28. Februar), „Angst und Vertrauen“ (25. April), sowie „Trauer und Freude“ am 24. Oktober.

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