Artenschutz

Deshalb schwimmt jetzt ein Floß in der "Alten Kiesgrube"

Autor: 
Redaktion
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18. September 2020

Dieses Brutfloß auf dem See „Alte Kiesgrube“ soll Flussseeschwalben zum Brüten animieren. ©Fischerzunft Auenheim

Die bedrohte Zugvogelart  der Flussseeschwalbe ist auf menschliche Hilfe angewiesenAuf dem Floß sollen die Vögel brüten.

Auf dem See „Alte Kiesgrube“ in Auenheim wurde am vergangenen Samstag ein Brutfloß für die Flussseeschwalbe installiert.

Zahlreiche Helferinnen und Helfer sowie die Fischerzunft Auenheim unterstützten den Zusammenbau der etwa zwölf Quadratmeter großen Floß-Konstruktion, welche federführend durch das Institut für Landschaftsökologie und Naturschutz (ILN) aus Bühl betreut wird. Die Maßnahme wurde mit der Ortsverwaltung Auenheim abgestimmt.

Interreg-V-Projekt

Sie ist Teil des grenzüberschreitenden Interreg-Projekts „Ramsar Biodiversität“, welches zum Ziel hat, für sechs verschiedene Tierarten – unter anderem die Flussseeschwalbe – konkrete Schutzmaßnahmen im Gelände umzusetzen. Diese Maßnahmen werden gemeinsam von den elsässischen und baden-württembergischen Projektpartnern (die französische Vogelschutzorganisation LPO, das ILN Bühl sowie weitere Partner) konzipiert und auf beiden Seiten der Oberrheinebene umgesetzt.

Neben Auenheim wurden im Jahr 2020 auch in Marlen, Willstätt, Rheinmünster und Rastatt Flöße installiert.

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Die natürlichen Brutplätze der Flussseeschwalbe in der Oberrheinebene – vegetationsfreie Kiesinseln, wie sie ursprünglich im Wildstrom Rhein vorhanden waren – sind seit der Begradigung und Kanalisierung des Rheins verschwunden. Daher ist die Art dringend auf unsere Hilfe angewiesen. Ohne die seit Jahrzehnten auf Baggerseen sowohl auf französischer als auch auf deutscher Seite installierten Brutflöße wäre die Art bei uns schon lange ausgestorben.

Das Floß in Auenheim wurde zunächst am Ufer verankert und wird erst mit Beginn der Brutzeit Anfang Mai ungefähr in der Gewässermitte an bereits installierten Ankerbojen festgemacht. Hierdurch wird vermieden, dass andere Vogelarten wie Kormoran und Nilgänse das Floß besiedeln. Die Flussseeschwalben brüten ungefähr drei Wochen und ziehen innerhalb von vier Wochen die Jungen groß. Ab Ende Juli beginnt die Art wieder in Richtung Süden zu ziehen.

Finanziert wird das Projekt „Ramsar Biodiversität“ zu 50 Prozent durch die Europäische Union aus Mitteln des Interreg-V-Programms, die anderen 50 Prozent übernehmen die Naturschutzreferate der Regierungspräsidien Karlsruhe und Freiburg sowie zahlreiche weitere öffentliche und private Einrichtungen.

Die Ortsverwaltung Auenheim unterstützt das Projekt mit der möglichen Nutzung der gemeindlichen Fläche beziehungsweise des Gewässers als Standort für das Brutfloß.

Die Fischerzunft Auenheim hat das Vorhaben wohlwollend begleitet und unterstützt.

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