Schule / Geschichte

Einstein-Gymnasium: deutsch-französisches Geschichtsprojekt

Autor: 
Redaktion
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14. November 2017

(Bild 1/2) Die erste Aktion mit den französischen Schülern fand bei den Gedenkfeierlichkeiten am Place de la République in Straßburg statt. ©Einstein-Gymnasium

Im kommenden Jahr wird das Ende des Ersten Weltkrieges 100 Jahre zurückliegen. Anlässlich dieses Jubiläums nimmt das Einstein-Gymnasium an einem umfangreichen Geschichtsprojekt teil. 

Zusammenarbeiten wird die Projektgruppe aus 15 Schülern und zwei Lehrern mit dem Lycée Marc Bloch in Bischheim und der »Association nationale des grands invalides de guerre.« Am Samstag haben sich alle Beteiligten, die beiden Schulgruppen aus Deutschland und Frankreich sowie Mireille Hincker, die Organisatorin des Projektes, in Straßburg am Place de la République getroffen.

Dort fand am »Monuments aux Morts« eine zentrale Gedenkveranstaltung zum Tag des Waffenstillstands von Compiègne am 11. November 1918 statt, mit dem die Kampfhandlungen im Ersten Weltkrieg beendet wurden.Bei Regen verfolgten die Schüler dabei den Ablauf der Zeremonie am Denkmal für die Weltkriegstoten.

Polizei und Militär
Besonders ins Auge fiel die starke Präsenz von Polizei und Militär. Dies war einerseits sicherlich der allgemeinen Terrorlage und der Beteiligung hochrangiger Militärs und Politiker (wie dem französischen Präfekten  und dem deutschen Generalkonsul) geschuldet, andererseits waren militärische Abordnungen fester Bestandteil der Zeremonie. 

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Sowohl französische Uniformierte von Militär und Gendarmerie als auch deutsche Soldaten des Jägerbataillons aus Illkirch nahmen auf dem Platz Stellung in Anwesenheit zahlreicher Veteranen vergangener Kriege und weiterer Gäste. Neben der Verleihung militärischer Orden wurden insbesondere Kränze am Gefallenendenkmal abgelegt, Reden gehalten und zwei Briefe von französischen Schülern vorgelesen. Erinnert wurde damit auf unterschiedliche Weise an das Schicksal der Weltkriegsteilnehmer und die Bedeutung der Ereignisse für die Gegenwart. Als hörbarer Ausdruck des gemeinsamen Gedenkens von Deutschen und Franzosen wurden zudem beide Nationalhymnen gespielt.

Schnell im Gespräch
Im Anschluss gingen die Schüler der Projektgruppen gemeinsam in Straßburg essen und kamen schnell ins Gespräch: Alle Schüler lernen die Nachbarsprache auch im Unterricht; teilweise wachsen sogar manche der »Einstein«-Schüler bilingual auf und befinden sich auch im entsprechenden Zug an der Schule. Auch die Schüler des Marc-Bloch-Gymnasiums streben als Abschluss das deutsch-französische AbiBac an. So hat der gemeinsame Besuch der Gedenkveranstaltung dazu geführt, dass sich die deutschen und französischen Projektschüler austauschen und kennenlernen konnten. 

»Jetzt muss es aber weitergehen!«, hob Mireille Hincker angesichts der gelungenen Veranstaltung vor. Und das wird es auch: So werden sich die Projektgruppen nicht nur gegenseitig an ihren Schulen in den kommenden Monaten besuchen, sondern auch gemeinsam das geschichtsträchtige Schlachtfeld um den Hartmannsweilerkopf im Elsass sowie das dortige Museum und die Gedenkstätten besichtigen. Der Höhepunkt des Projekts wird am französischen Nationalfeiertag 2018 in Paris stattfinden, wo die Schüler dann der zentralen Gedenkveranstaltung auf den Champs-Élysées beiwohnen werden.

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