Ortschaftsrat Bodersweier

Elternvetreter wollen an Diskussion um Schulstandort beteiligt werden

Autor: 
Nina Saam
Lesezeit 2 Minuten
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11. Juni 2021
Vollständig eingerichtete Schulküche und mehrere Klassenzimmer stehen im oberen Stockwerk im Gebäude der ehemaligen Werkrealschule seit Jahren leer. Der Ortschaftsrat würde hier gerne ein schulisches Nachnutzungskonzept sehen. Elternvertreter fühlen sich jedoch bei dem Thema übergangen.

Vollständig eingerichtete Schulküche und mehrere Klassenzimmer stehen im oberen Stockwerk im Gebäude der ehemaligen Werkrealschule seit Jahren leer. Der Ortschaftsrat würde hier gerne ein schulisches Nachnutzungskonzept sehen. Elternvertreter fühlen sich jedoch bei dem Thema übergangen. ©Nina Saam

Die Bodersweierer Elternvertreter der Grundschule Leutesheim fordern, in die Diskussion um dem Grundschulstandort, die in den Gremien geführt wird, mit einbezogen zu werden.

Eigentlich stand am Donnerstag die Schulentwicklungsplanung auf der Tagesordnung des Bodersweierer Ortschaftsrats. Bekanntlich kämpft das Bodersweierer Gremium schon lange darum, ihre Grundschüler, die seit Jahrzehnten in Leutesheim unterrichtet werden, zurück in den Ort zu holen – in den ungenutzten Part der ehemaligen Werkrealschule, in dem noch Klassenzimmer leerstehen.

Der Tagesordnungspunkt war kurzfristig abgesetzt worden, da Baubürgermeister Thomas Wuttke, der den Bodersweierern Rede und Antwort stehen sollte, verhindert war. Das Thema kam dennoch zur Sprache: In der Bürgerfragestunde drückten zwei Elternvertreter ihre Verwunderung darüber aus, dass in der Diskussion um den Schulstandort über ihre Köpfe hinweg geredet werde.

"Ich finde es schade"

„Ich finde es schade, dass hier viel diskutiert, aber nicht mit den betroffenen Eltern und Lehrern gesprochen wird“, sagte der erste Elternbeiratsvorsitzende der Leutesheimer Grundschule, Michael Hanusch. Es werde viel angenommen und vermutet, aber einen direkten Austausch mit den Eltern beziehungsweise dem Elternbeirat als deren Vertreter habe es nicht gegeben.

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Michael Hanusch erinnerte daran, dass es schon 2016 die Diskussion um den Schul-standort gab und die Eltern – sowohl aus Leutesheim als auch aus Bodersweier – sich damals gewünscht hatten, dass die Schule nicht auseinandergerissen wird. In der ganzen Diskussion jetzt werde nur von den Vorteilen einer Grundschul-Außenstelle in Bodersweier gesprochen, nicht aber von den Nachteilen.

„Möchten alle Fakten“

„Wir sprechen uns nicht gegen eine Grundschule in Bodersweier aus“, betonte Michael Hanusch. „Aber wir möchten, dass alle Fakten auf den Tisch gelegt werden.“ So sei es mit einer halbierten Schule schwieriger, Projekte durchzuführen und AGs zu bilden. Auch könnte es bei zwei Schulstandorten Probleme bei der Randzeitenbetreuung geben. Und anders als 2016, als die Schülerbeförderung noch einer Odyssee über die Dörfer glich, sei die Busfahrt heute „tipptopp organisiert und ein Highlight für die Kinder“, sagte Hanusch.

Ortsvorsteher Manfred Kropp entgegnete, dass sehr wohl Gespräche mit Eltern geführt worden waren – allerdings wohl nur mit den Eltern der Kindergartenkinder. Das Gespräch mit dem Elternbeirat der Leutesheimer Grundschule stünde noch aus. „Das ist eine Entscheidung, die nicht von heute auf morgen getroffen wird“, so Kropp.

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