Brauchtum / Fasent

Fasnacht in Goldscheuer mit Hausbesuche

Autor: 
Redaktion
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13. Februar 2018

Diese närrische Gruppe machte vergangene Woche Hausbesuche. ©Verein für Heimatpflege Goldscheuer, Marlen, Kittersburg

Schon seit Menschengedenken ist es üblich, an Fasnacht durch  die Häuser der Dreiergemeinde Goldscheuer, Marlen und Kittersburg zu ziehen, um mit den Bürgern Schabernack zu treiben, Spaß zu haben, ausgelassen zu feiern und die Bewohner daran zu erinnern, dass die Fasnachtszeit einem Ausnahmezustand gleicht.

Dieser Brauch wurde von einer Gruppe Narren aus der Ortschaft Goldscheuer vor vier Jahren wiederbelebt. Nach Einbruch der Dunkelheit traf man sich einen Tag vor dem Schmutzigen Donnerstag am verabredeten Ort, um sich zu maskieren und zu verkleiden. 

Klingeln an der Haustür

Dann ging es los in ausgesuchte Häuser: So auch zu Marion und Christian Arnold in Goldscheuer, die nach dem Klingeln ahnungslos die Haustür öffneten. Kaum war die Tür offen, drängte die Narrenschar auch schon zügig ins Haus, mit dem Wohnzimmer als Ziel. Dort wurden dann alle Register gezogen, um möglichst viel Verwirrung zu stiften. Zunächst wurden die Bewohner mit einem Krönchen bedacht, es wurde getanzt und gelacht, Regale und Personen entstaubt und eine gewagte Polonaise durch das Wohnzimmer durchgeführt. So wuchs die Erkenntnis, dass die Räumlichkeit für solche Aktionen eigentlich viel zu klein war. Da sah man Handlungsbedarf für die Zukunft. 

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Seit alters her ist es ungeschriebenes Gesetz, dass die Maske nicht abgenommen und die Identität der Narren nicht preisgegeben wird. Nur so kann man das närrische Unwesen weiter unentdeckt treiben. Nach einer kurzen Stippvisite, dem Verzehr eines mitgebrachten Vespers und der Einnahme von alkoholischen Getränke in kleinen Dosen drängte die Zeit, man musste weiter zum nächsten Haustermin. 
 

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