Kehl - Bodersweier

Feuerwehrhaus Bodersweier soll Ende 2020 fertig sein

Autor: 
Nina Saam
Lesezeit 3 Minuten
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13. Juli 2018

Enge herrscht im alten Feuerwehrhaus in Bodersweier. Ein neues Gebäude soll 2020 kommen. ©Nina Saam

Auf der Bodersweierer Ortschaftsratssitzung am Donnerstag stellten Baubürgermeister Harald Krapp und Michael Heitzmann, Leiter des Gebäudemanagements, die Vorentwurfsplanung für das neue Feuerwehrgerätehaus vor. 

So voll war es im Bodersweierer Rathaussaal schon lange nicht mehr – viele Feuerwehrleute waren gekommen, um zu hören, wann das 2013 beschlossene Feuerwehrgerätehaus für den Ausrückbereich 3 endlich kommen soll. Sowohl Baubürgermeister Harald Krapp als auch Michael Heitzmann vom Gebäudemanagement riefen die langwierige Vorgeschichte in Erinnerung: vom geeigneten Areal, das gefunden werden musste, über die Grundstücksverhandlungen, die sich hinzogen, bis zur »Reißleine-Rede« von OB Toni Vetrano im Dezember 2016, als klar wurde, dass die Stadt durch personelle Engpässe in der Planungsabteilung nicht alle Bauvorhaben in der vorgesehenen Zeit abwickeln kann. All das hatte zu Verzögerungen geführt, doch nun soll es bald losgehen: »Das Feuerwehrgerätehaus ist ein Thema, das die Raumschaft bewegt, und steht auf der Prioritätenliste der Stadt weit oben«, betonte Krapp. 

Architektenbüro übernimmt Planung

Dann gab Heitzmann einen Überblick über den Sachstand. Die Planung wurde an ein auswärtiges Architekturbüro vergeben, weil die Stadt keine freien Kapazitäten hat. Ausgehend vom ersten, 2013 vorgelegten  Bauplan wurde nun ein neuer Vorentwurf angefertigt. Vorgesehen sind vier bis fünf Garagen für die Fahrzeuge, Umkleiden für etwa 50 Feuerwehrleute und verschiedene Aufenthalts- und Büroräume. Zudem soll auf dem Gelände ein Übungsturm entstehen, der auch von anderen Abteilungen der Kehler Wehr genutzt werden wird. Im jetzigen Haushalt sind 1,86 Millionen Euro für das Feuerwehrgebäude eingestellt, eine Summe, die laut Heitzmann nicht reichen wird. 

Handwerker finden ist schwierig

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Deshalb wird sich der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung erneut mit dem Thema befassen müssen. Wann genau der Baubeginn sein wird, könne er nicht sagen. Das hänge auch davon ab, ob sich bei der Ausschreibung gleich geeignete Firmen und Handwerker finden. »Derzeit ist das sehr schwierig«, so Heitzmann.

Kropp: »Verzögerung ist demotivierend«

Damit wollte sich Ortsvorsteher Manfred Kropp nicht zufriedengeben. »Die wichtigste Info ist für uns, wann es endlich losgeht«, sagte er. »Das ist für die Feuerwehrleute und uns demotivierend und unbefriedigend, wenn es immer wieder rausgeschoben wird.« Genaue Zusagen gab es aber nicht – nur diese, dass ein Baubeginn in diesem Jahr unrealistisch ist. Er gehe davon aus, dass im Frühjahr 2019 mit dem Bau begonnen und das neue Gerätehaus Ende 2020 in Betrieb genommen werden kann, sagte Krapp.

Trotzdem überwog die Skepsis im Rat. Ortschafts- und Stadtrat Andreas Hopp argwöhnte, dass die Verwaltung nicht wirklich hinter dem Projekt stehe. »Das ist ein Feuerwehrhaus und kein Dorfplatz«, sagte er in Anspielung auf den Albert-Schweitzer-Platz in Kork, der vor zwei Wochen eingeweiht wurde. »Wir müssen aufpassen, dass alles den richtigen Gang geht.« Auch Hans-Theo Faller befürchtet, dass das Projekt weiter verzögert wird. Zunächst aber müssen im Herbst einige der derzeitigen Bewohner des Areals umgesiedelt werden: Auf dem für das Feuerwehrgerätehaus vorgesehenen Gelände leben geschützte Mauereidechsen, die vergrämt werden sollen.

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