Willstätt

Flüchtlingsbetreuung war Thema im Willstätter Gemeinderat

Autor: 
Günter Ferber
Lesezeit 2 Minuten
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13. Dezember 2019

Flüchtlinge haben es in Willstätt nach wie vor schwer, eine Wohnung zu finden. ©Nina Saam

131 Flüchtlinge sind derzeit in Willstätt registriert. Schwierigkeiten macht vor allem die Suche nach Wohnraum für die Anschlussunterbringung und die Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt. Dies berichteten Integrationsmanager Philipp Bürkel und die Integrationsbeauftragte Andrea Schlegel im Gemeinderat.

Einen Sachstandsbericht über die Betreuung von Flüchtlingen in der Gemeinde Willstätt stellten Integrationsmanager Philipp Bürkel und die Inte­grationsbeauftragte Andrea Schlegel in der jüngsten Sitzung des Willstätter Gemeinderates vor. 

Andrea Schlegel ist seit Dezember 2018 als Integrationsbeauftragte der Gemeinde tätig. Sie ist zentrale Anlaufstelle für alles, was mit Geflüchteten zu tun hat, und vor allem für die konzeptionelle Arbeit zuständig. Philipp Bürkel macht dagegen die Arbeit vor Ort und begleitet die Flüchtlinge im Alltag, zum Beispiel bei Anträgen und Behördenangelegenheiten.

Die meisten Flüchtlinge sind Familien

Aktuell befinden sich nach ihren Angaben 131 Menschen mit Fluchthintergrund in der Gemeinde. Im laufenden Jahr wurden sechs Flüchtlinge aufgenommen, das sind zwei mehr als gefordert. 19 dieser 131 Flüchtlinge sind Einzelpersonen. Der allergrößte Teil sind Familien. 

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23 Migranten in Arbeit vermittelt 

Von 41 arbeitsfähigen Migranten, hauptsächlich Männer, konnten 23 in Arbeit vermittelt werden, darunter 15 durch den Integrationsmanager. 13 Flüchtlinge besuchen die Schule oder nehmen an anderen Maßnahmen teil. Zwei Personen haben ein Arbeitsverbot aufgrund des Asylverfahrens, drei Personen sind noch nicht vermittelt. 

Wohnraumsuche ist „extrem schwierig“

Es sei extrem schwierig, geflüchtete Menschen in den privaten Wohnungsmarkt zu vermitteln, betonten Bürkel und Schlegel. Als besondere Herausforderungen nannten sie außerdem die Integration der Frauen in den Arbeitsmarkt, das Erlernen der deutschen Sprache (weil die Flüchtlinge oft nur wenige deutsche Kontakte haben) und die Verstetigung der begonnenen Integrationsarbeit. 

Bei der Integration arbeiten Philipp Bürkel und Andrea Schlegel auch mit dem Helferkreis in Willstätt zusammen. Subventionspartner sind der Eurodistrikt Straßburg-Ortenau und die Bürgerstiftung Willstätt.

Stichwort

Woher kommen die Flüchtlinge?

Die aktuell (Stand 22. November) 131 Geflüchteten in Willstätt verteilen sich auf folgende Herkunftsländer: 

◼ Syrien: 50 
◼ Afghanistan: 29 
◼ Irak: 15 
◼ Nigeria: 15 
◼ Gambia: 10 
◼ China: 4 
◼ Indien: 4 
◼ Eritrea: 3 
◼ Kamerun: 1 

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