Kehl

Frachter im Kehler Hafen zerbrochen und teilweise gesunken

Martin Egg
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26. Januar 2016
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(Bild 1/3) Im Kehler Hafen ist am Dienstagnachmittag ein Frachter havariert und teilweise gesunken. ©Stadtverwaltung Kehl

Bei der Havarie eines Frachters im Kehler Hafen ist heute ein geschätzter Schaden in Höhe von einer halben Million Euro entstanden.  Das Schiff war beim Beladen zerbrochen. Es droht nun die Gefahr, dass Öl ausläuft.

Die Havarie eines Frachtschiffes in Becken 2 des Kehler Hafens hat heute um die Mittagszeit einen Großeinsatz von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk ausgelöst. Die 85 Meter lange und 8,20 breite »Klipper« war nach bisherigem Kenntnisstand beim Beladen mit 500 Tonnen Schrott im Rohstofflager der Badischen Stahlwerke im Bereich des Mittelschiffs zerbrochen. Daraufhin füllte sich der Rumpf mit Wasser, das Schiff begann zu kentern. Verletzt wurde niemand. Am späten Nachmittag ragten nur noch Teile des Vorschiffs sowie des Achterschiffs aus dem bis zu fünf Meter tiefen Hafenbecken. Taucher der Straßburger Feuerwehr, die ihre 21 Kehler Kameraden mit 15 Mann unterstützte, begannen damit, das Schiff zu sichern, das weiter abzurutschen drohte. Die Feuerwehr sicherte die Unglücksstelle außerdem mit einer sogenannten Ölsperre auf der Wasseroberfläche. Der Grund: Die »Klipper« hat nach Angaben des stellvertretenden Feuerwehrkommandanten Roland Walter rund 15000 Liter Gasöl (Diesel) und weitere 100 Liter Schmieröl im Tank, und die untere Wasserbehörde am Landratsamt hat deshalb den Ölalarmplan ausgerufen. Im Lauf des Mittwochs sollen Diesel und Öl von Mitarbeitern einer Karlsruher Spezialfirma abgepumpt werden, ehe mehr davon in den Rhein gelangt.  

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Der aus Ludwigshafen angereiste Sachverständige Thorsten Lenz, ein sogenannter Havariekommissar, der für den Versicherer arbeitet, schätzte den am Schiff entstandenen Schaden auf eine halbe Million Euro. Die »Klipper« war 1952 noch als »Rena« in Dienst gestellt worden und gehörte ursprünglich einem Schiffer aus Leutesheim. 1972 wurde das Mittelschiff um 18 Meter verlängert. Erst vor wenigen Jahren hatte der neue Schiffseigner, ein aus Neckargemünd stammender Pole, die »Klipper« modernisiert. »Für mich, meine Familie und meine Mitarbeiter ist das eine Katastrophe«, erklärte Sebastian Sztander, der das unerwartete Ende der »Klipper« miterleben musste und auch Stunden nach der Tragödie noch um Fassung rang, der Kehler Zeitung. 

Derzeit ist das Hafenbecken für den Schiffsverkehr gesperrt. Bis zur Bergung der »Klipper« werden laut dem Havariekommissar mindestens drei bis vier Wochen ins Land ziehen. Morgen soll zunächst eine Besprechung mit dem Versicherer stattfinden. Darin soll geklärt werden, welche Form der Bergung möglich ist. Dies, so Lenz, geschehe in Abstimmung mit der Hafenverwaltung. Anschließend erst erfolge eine Ausschreibung unter den Bergungsunternehmen. 

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