Ortsbegehung

Freileitung in Querbacher Wohngebiet kritisiert

Autor: 
Nina Saam
Lesezeit 2 Minuten
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13. Juni 2018

Stromleitungen über bebautem Gebiet sind heute nicht mehr üblich. Durch den Besuch der Stadtplaner in Querbach hat das Dorf, das hier eine Erdverkabelung anstrebt, unverhofft Zuspruch bekommen. ©Nina Saam

Bei der Ortschaftsratssitzung am Montag informierte Querbachs Ortsvorsteher Heinz Haag sein Gremium über die Dorfbegehung, die im April im Rahmen des Kehler Stadtentwicklungskonzepts stattgefunden hatte. Dieses vom Stuttgarter Planungsbüro Reschl erstellte Konzept soll die planerische Grundlage für die Entwicklung Kehls bis 2035 bilden. 
In Querbach waren die Planer und etwa ein Viertel der Stadträte zu Fuß mit dem Ortsvorsteher unterwegs. Dabei fiel den Planern ein Missstand auf, der den Querbachern schon lange ein Dorn im Auge ist: Die Stromleitung, die innerhalb des Ortes quer über die Wohnbebauung im Gebiet Neumattweg führt. Schon 2014 hatte sich der Ortschaftsrat dafür ausgesprochen, die Leitung im Ortsgebiet unter die Erde zu bringen. Aus Kostengründen war der Gedanke von der Stadt nicht weiter verfolgt worden. Auch im darauffolgenden Doppelhaushalt war die Mittelanmeldung für diesen Posten vom Kämmerer wieder rausgestrichen worden. Danach habe man im Ort die Pläne nicht mehr weiterverfolgt.
»Es hieß immer, das ist zu teuer«, sagte Ortsvorsteher Heinz Haag. »Im Bebauungsplan steht aber drin, dass hier eine Erdverkabelung vorgenommen werden soll.« Zumal die Freileitung nicht nur über bereits bebautes Gebiet, sondern auch über die zukünftigen Entwicklungsflächen des Ortes führt. Durch die Ortsbegehung sei das Thema unverhofft wieder auf die To-do-Liste gerutscht, so Heinz Haag: »Die Planer haben angemerkt, dass eine Freileitung über Wohnbebauung heute nicht sehr üblich ist.« Nun soll der Sachverhalt erneut geprüft werden. 

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Radwegproblematik 
Ein weiterer Punkt bei der Ortsbegehung waren die beiden Bushaltestellen an der Albert-Walter-Straße gewesen, die barrierefrei ausgebaut werden sollen. Durch die Krümmung der Straße und die vielen Hofeinfahrten sei es aber schwierig, dies zu realisieren, und die geforderten 30 Meter freie Sicht einzuhalten, so Haag. Auch die Radwegproblematik entlang der L90 wurde angesprochen. Hierzu soll es voraussichtlich noch eine Verkehrsschau im Rahmen der Radwegkonzeption geben.

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