Willstätt

Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in Willstätt

Autor: 
Michael Müller, Günter Ferber und Richard Lux
Lesezeit 3 Minuten
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19. November 2019

(Bild 1/2) Bei der Kranzniederlegung am Volkstrauertag in Sand waren auch Vertreter der Feuerwehr und des Reservistenverbandes mit dabei. ©Günter Ferber

Am Volkstrauertag gedachten auch in der Gemeinde Willstätt die Menschen in Gottesdiensten und anschließenden Kranzniederlegungen den Toten der Weltkriege und der Opfer von Diktatur und Gewaltherrschaft. 

„Wir gedenken heute der Toten, die uns Mahnmal für die Zukunft sein sollen. Wir gedenken all denjenigen, die Opfer der Sinnlosigkeit geworden sind. Den Gefallenen der Kriege ebenso wie den Opfern des Nationalsozialismus. Den Toten durch Gewalt und Terror ebenso wie denjenigen, die dem Rassismus zum Opfer fielen“, betonte Willstätts Bürgermeister Christian Huber am Sonntag bei der Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Sand. 

Mahnung zur Wachsamkeit

In seiner Rede griff Huber unter anderem ein Zitat des Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry auf: „Der Tod ordnet die Welt neu. Scheinbar hat sich nichts verändert, und doch ist alles anders geworden.“ Diese Worte müsse man umkehren, so Huber: „In der Tat hat der Tod die Welt neu geordnet, und sie ist heute anders geworden. Doch manches scheint sich auch heute nicht verändert zu haben – und das ist es, was uns zur Wachsamkeit mahnen sollte.“ Es liege in unseren Händen, die Anfänge zu erkennen und denjenigen Einhalt zu gebieten, die den Frieden in Gefahr bringen wollen. „Unsere Herausforderung liegt nicht darin, später einmal zu erkennen, wie alles begann. Sie liegt vielmehr darin, heute die Anfänge zu unterbinden und zu verhindern, dass Unaufhaltbares sich wiederholt.“

In Sand wurde der Gottesdienst von Pfarrer Fritz Norbert Wenzler gehalten. Bei der anschließenden Kranzniederlegung wirkten der Hanauer Musik- und Trachtenverein mit. Auch Vertreter der Feuerwehr und des Reservistenverbandes waren bei der Gedenkfeier mit dabei. 

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Aus Feinden können Freunde werden

In Hesselhurst erinnerte Ortsvorsteher Volker Mehne an die gemeinsame Gedenkfeier der Partnergemeinden Willstätt und Holtzheim im Elsass anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs vor 101 Jahren. Solche gemeinsamen Veranstaltungen seien sehr wichtig, zeigten sie doch, dass auch aus Erzfeinden Partner oder sogar Freunde werden können. 

Wider die Vorurteile

Mehne merkte aber auch an, dass es auch heute immer wieder unglaubliche Terrorakte mit Bombenanschlägen, Angriffe auf ungeschützte Passanten oder feige Anschläge auf Veranstaltungen gibt, die uns alle gefährden. „Dennoch dürfen wir uns nicht von politischen und religiösen Vorurteilen lenken oder von Hasspredigern mitten in unserer Gesellschaft anstecken lassen.“ Bei der Gedenkfeier hielten die Abteilung der Feuerwehr und das DRK Ehrenwache vor dem Denkmal. Der Gesangverein „Frohsinn“ sorgte für die musikalische Umrahmung.

In Willstätt wurde der Gottesdienst von Pfarrerin Renate Schmidt gehalten und von der Chorgemeinschaft „Teutonia“ musikalisch umrahmt. Bei der anschließenden Kranzniederlegung spielte der Musikverein „Konkordia“. Auch in Legelshurst und Eckartsweier wurde der Toten von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.

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