Willstätt

Gemeinde Willstätt ermittelt Bedarf für Waldkindergarten

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21. November 2019

Rund um diese Waldhütte im „Lehrwald“ bei Legelshurst soll der Waldkindergarten entstehen. ©Günter Ferber

In Legelshurst soll zum Sommer kommenden Jahres ein Waldkindergarten eingerichtet werden. Nun lässt die Gemeinde Willstätt per Umfrage den Bedarf für diese alternative Form einer naturnahen Betreuung von Kindern ermitteln.

In seiner Sitzung am 13. November hatte der Willstätter Gemeinderat grünes Licht für einen Waldkindergarten gegeben. Bereits im kommenden Sommer könnte er an den Start gehen. Für die weiteren Vorbereitungen und Planungen ermittelt die Gemeindeverwaltung nun den Bedarf durch eine unverbindliche Umfrage. 

In Frage kommen alle Kinder, die seit dem 1. September 2015 geboren wurden. Deren Eltern haben jetzt ein Schreiben mit einem Umfragebogen erhalten, der in den Kindergärten, den Ortsverwaltungen oder auch direkt auf dem Rathaus Willstätt abgeben werden soll. 

„Es geht um Verlässlichkeit“ 

Bislang weiß man im Willstätter Rathaus nur, dass es Eltern gibt, die den entsprechenden Wunsch nach einer solchen Einrichtung geäußert haben. Doch das ist keine ausreichende Planungsgrundlage. „Es geht ja auch um Verlässlichkeit“, erläutert Jessica Wandres, bei der Gemeindeverwaltung zuständig für das Kindergartenwesen. „Wir können ja nicht eine Einrichtung schaffen – und nachher will’s niemand.“ Zumal man ja auch einen gewissen Vorlauf brauche, betont sie: Das nötige Fachpersonal müsse eingestellt, die alte Waldhütte im „Lehrwald“ bei Legelshurst, die man als Standort ausgeguckt hat, baulich hergerichtet werden; auch das pädagogische Konzept müsse vorher stehen. Und um Geld geht’s natürlich auch.

Ganzheitliches Lernen in der Natur

Natur- und Waldkindergärten sind heute in Deutschland aus der Kindergartenlandschaft nicht mehr wegzudenken. Sie sind etabliert und erfreuen sich regen Zuspruchs. Gerade in unserer oft naturfremden Umwelt ist das ganzheitliche elementare Lernen, das die Natur ermöglicht, für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung sehr förderlich. 

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Geplant ist, dass die Kinder ganzjährig im Waldkindergarten sind – egal bei welchem Wetter. Im Laufe der Zeit soll das Areal um die Waldhütte um weitere Bestandteile ergänzt werden: Feuerstelle, Lehmhütte, Weiden-Iglu und Spielgeräte. 
Von der Idee ist man im Willstätter Rathaus überzeugt. „Wir haben auch einige pädagogische Fachkräfte im Vorbereitungs-Team, die an mehreren solcher Einrichtungen auch hospitiert haben“, berichtet Wandres.

Keine „Sonder-Beiträge“ geplant

Die Kinder sollen täglich sieben Stunden betreut werden. Die monatlichen Elternbeiträge sollen analog zu den Beiträgen in allen anderen Willstätter Kitas festgesetzt werden: 1-Kind-Familie 167 Euro, 2-Kind-Familie 128 Euro, 3-Kind-Familie 85 Euro sowie 4-Kind-Familie und mehr 28 Euro. 

Angedacht ist derzeit eine Gruppe mit etwa 20 Kindern im Alter von drei Jahren bis Schuleintritt. Wie viele Anmeldungen verbindlich vorliegen müssen, damit der Waldkindergarten auch wirklich an den Start gehen kann, müsse man noch verwaltungsintern absprechen, heißt es abschließend.

Bis spätestens 6. Dezember sollten die Fragebögen ausgefüllt bei der Verwaltung eintreffen. Nach Abschluss der Bedarfsermittlung wird sich die Gemeindeverwaltung mit den interessierten Eltern wieder in Verbindung setzen.

◼ Weitere Infos gibt es bei Jessica Wandres, • 0 78 52/43-312, E-Mail: jessica.wandres@willstaett.de

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