Willstätt

Gemeinde Willstätt hieß ihre Neubürger willkommen

Autor: 
Günter Ferber
Lesezeit 3 Minuten
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15. Oktober 2019

Über 40 Neubürger aus allen Ortsteilen konnte Bürgermeister Christian Huber am Samstag zum Empfang im Sitzungssaal des Rathauses begrüßen. ©Günter Ferber

Zum fünften Mal lud die Gemeinde Willstätt die neu nach Willstätt Zugezogenen am Samstag zu einem Empfang ins Rathaus ein.

620 Bürger sind zwischen dem 1. August 2018 und dem 31. Juli 2019 neu in die Gesamtgemeinde Willstätt zugezogen. Über 40 von ihnen aus allen Ortsteilen konnte Bürgermeister Christian Huber am Samstag zum Neubürger-Empfang im Sitzungssaal des Rathauses begrüßen.

Ziel: die neue Heimat vorstellen

Ziel dieses Empfangs, der heuer zum fünften Mal stattfand, ist es, den Neubürgern ihre neue Heimat vorzustellen. Huber verwies auf die vielen Vorzüge, die Willstätt interessant machten: die zentrale Lage etwa, die schnelle Anbindung an die Autobahn und nach Frankreich, die Vielfalt der ansässigen Firmen, die viele Arbeitsplätze zur Verfügung stellten, oder die Einrichtungen für Familien. Alles, von der Kinderkrippe über die Gemeinschaftsschule, Hallen und Sportplätze bis hin zum Pflegeheim sei in Willstätt vorhanden, aber es gebe immer noch Luft nach oben. Huber verwies auch auf die rund 100 Vereine, die ein breit gefächertes Angebot bieten – von Sport bis Kultur. In absehbarer Zeit wird auch eine neue Mediathek hinzu kommen, und in jedem Ortsteil gibt es eine Feuerwehr. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 hatte Willstätt laut Huber 9932 Einwohner, sodass wohl bald die 10 000er-Marke überschritten wird.

Einblicke in Willstätts Geschichte

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Anschließend brachte Doris Freund den Gästen Willstätts Geschichte näher. Sie erwähnte unter anderem das Willstätter Schloss aus dem 14. Jahrhundert, das im 17. Jahrhundert zerstört wurde, erinnerte an die Verheerungen durch den Dreißigjährigen Krieg, an dessen Ende Willstätt nur noch rund 70 Einwohner hatte, oder an einst wichtige Erwerbszweige wie die Flößer, die bis Ende des 19. Jahrhundert Holz mittels Flößen vom Schwarzwald an den Rhein transportierten, und überhaupt die große Bedeutung, die die Kinzig für das Leben in Willstätt hatte und heute noch hat. 

Auch wusste sie zu berichten, dass die Willstätter bis in die 50er- Jahre, bis zum Neubau der „neuen Kinzig“ und dem damit verbundene Hochwasserschutz im Bereich der „Langmatten“, immer wieder mit Hochwasser zu kämpfen hatten. Die „neue Kinzig“ bedeutete auch das Ende der Willstätter Pferderennen, die seit 1890 weit über die Grenzen Willstätts hinaus bekannt waren. 

Und sie erinnerte an berühmte Willstätter – allen voran den Barockdichter Johann Michael Moscherosch, aber auch an den Chemiker Richard Willstätter, der 1915 den Nobelpreis für Chemie erhielt, dessen Vorfahren einst in Willstätt lebten und später nach Karlsruhe zogen. Wie es bei jüdischen Familien damals üblich war, hatten sie keinen Nachnamen. Als es im 18. Jahrhundert Pflicht wurde, einen Nachnamen zu haben, gaben sie sich in Erinnerung an ihre alte Heimat den Nachnamen „Willstätter“. 

Führung zu historischen Stätten

Bei einer Führung zeigte Doris Freund den Neubürgern einige der Orte, die sie zuvor angesprochen hatte: die Willstätter Barock Kirche, Fachwerkhäuser in der Sandgasse und das Floß bei der Moscherosch-Schule, das von den Schiltacher Flößer gebaut worden war. Anschließend gab es für die Neubürger in Hetzel‘s Palmengarten ofenfrischen Rahmkuchen, serviert von den Flößerfreunden Willstätt. Dabei hatten die Gäste genügend Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Neubürger waren jedenfalls begeistert vom Empfang und bedankten sich mit viel Beifall.

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