Kommunalpolitik

Gemeinderat gegen eine »Passerelle Helmut Kohl«

Autor: 
Klaus Körnich
Lesezeit 2 Minuten
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15. März 2018
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Treffen von Bundeskanzler Helmut Kohl mit dem der französische Staatspräsident Francois Mitterrand, Durbach 1988. ©Archivfoto

Die Passerelle des deux Rives wird nicht in »Passerelle Helmut Kohl« umbenannt. Der Kehler Gemeinderat hat am Mittwochabend gegen diesen Vorschlag aus Straßburg gestimmt.

Die Kehler Zeitung hatte bereits am 26. Februar ausführlich darüber berichtet, dass alle Fraktionen im Kehler Gemeinderat den Namenszusatz »Helmut Kohl« für die Passerelle des deux Rives ablehnen. Dementsprechend war am Mittwochabend im Gemeinderat auch keine Aussprache mehr über diesen Punkt notwendig. Das Votum erfolgte ohne vorherige Diskussion im Gemeinderat einstimmig.

Das meint der OB 

OB Toni Vetrano sagte zu Beginn nur kurz: »Wir sind nicht gegen einen Zusatz ›Helmut Kohl‹, sondern wir sind schlichweg dafür, dass der Name nicht geändert wird.« Die Brücke habe einen etablierten Namen und dieser solle auch beibehalten werden. 

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Im Zusammenhang mit dem europäischen Trauerakt für den verstorbenen Alt-Kanzler Helmut Kohl am 1. Juli 2017 war die Straßburger Stadtspitze mit der Idee dieser Umbenennung auf OB Vetrano zugekommen. Kurz darauf gab es auch einen entsprechenden Beschluss des Straßburger Gemeinderats. Die Kehler Stadtverwaltung und der Gemeinderat wollten sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen und ließen sich mit der Entscheidung Zeit – bis am Mittwoch. 

Kein Macron, keine Merkel

»Die Straßburger Stadtführung hatte mit der Umbenennung die Hoffnung verbunden«, heißt es in der Verwaltungsvorlage für den Gemeinderat, »dass Staatspräsident Macron und Kanzlerin Merkel am Tag des Trauerakts auf die Passerelle kommen und die Namensänderung in einem symbolischen Akt vornehmen würden.« Dies sei aber nicht zustande gekommen. »Nachdem eine Umbenennung heute in jedem Falle ohne Staatsgäste stattfinden würde, wird dieser im Straßburger Verwaltungszentrum nicht mehr so hohe Bedeutung beigemessen«, so die Kehler Verwaltung in ihrer Vorlage für den Stadtrat.

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