Willstätt - Legelshurst

Gottesdienst setzt sich mit Umweltschutz auseinander

Autor: 
Richard Lux
Lesezeit 2 Minuten
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12. Februar 2019

Die Musikauswahl der Sängerinnen Martina Schmidt, Jutta Lux und Jasmin Baas (vorne von links) und der Band mit Heidi Zimmermann, Damaris Marz und den Gitarristen Andreas Marz und Roland Jones kam beim »Gottesdienst anders« sehr gut an. ©Richard Lux

»Umwelt sucht Schutz« lautete das Thema beim »Gottesdienst anders« am Sonntagabend in Legelshurst. Zu Beginn erzählte Heidi Zimmermann in Anlehnung an das Thema die Geschichte eines Kolibri bei einem Waldbrand. »Ich tue, was ich kann, ich tue mein Bestes«, versuchte dabei der kleine Vogel die größeren Tiere zum Löschen zu motivieren. 

Ein wichtiger Teil im Programm nahm die Musik ein. »Laudato si« sangen zum Auftakt Martina Schmidt, Jutta Lux und Jasmin Baas, begleitet von der Band mit Heidi Zimmermann, Damaris und Andreas Marz sowie Roland Jones. 

Später zeigten die Sängerinnen mit einem Kasperle-Theater, wie ein gutes Verhältnis zwischen Mensch (Franziska) und Tier (böser Wolf) entstehen kann und ein harmonisches Miteinander möglich ist. »Plastik in Mägen von Wassertieren; vielen Tier- und Pflanzenarten wird der Lebensraum genommen, oder Müllberge wachsen«, zählte Pfarrer Andreas Eisenmann Gründe auf, die an das Thema ganz nah angelehnt waren. 

Rückblick in die 80er

Pfarrer Eisenmann erinnerte dabei an ein deutsches Wahlkampfplakate aus 1983, welches eine Kinderzeichnung mit einer großen Sonne, Bäumen, Blumen und einem Vogel zeigte. Vor allem aber die Bildunterschrift: »Wir haben die Erde von unseren Kinder nur geborgt«, hat den Pfarrer schon als Jugendlichen sehr bewegt und beeindruckt. Eisenmann: »Das trifft den Nagel auf den Kopf. Es ist gut, wenn wir uns das vergegenwärtigen und danach handeln.« 

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In seiner Predigt setzte sich der Pfarrer auch mit dem Unterschied zwischen der Um- und der Mitwelt auseinander: »Umwelt ist das, was um mich, also den Menschen, herum ist. Wenn ich aber von Mitwelt spreche, stelle ich eben den Menschen nicht in den Mittelpunkt, sondern ich stelle alles auf eine Ebene.«

Das Thema »Bewahrung der Schöpfung« verbindet Eisenmann ganz stark mit dem afrikanischen Sprichwort: »Viele kleine Leute in vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.« 

Aufgaben verteilt

Mit einbezogen in den »Gottesdienst anders« waren auch die Besucher. Sie erhielten kleine Zettel mit diversen Titel, die in verschiedenen Tonnen »entsorgt« werden mussten. Dabei wunderten sich bei der späteren Aufklärung manche, dass etwa eine Bahnfahrkarte, ein Einkaufskassenzettel oder ein Foto in die schwarze Abfalltonne gehören. 

Interesse weckte auch der Begleitzettel mit dem Titel »Umwelt sucht Schutz. Meine Mitwelt braucht mich«, der zum Abschied verteilt wurde.Die darauf aufgeführten einfachen Ideen, um die Welt besser zu machen, waren allesamt alltagstauglich und wurden mit dem Albert-Schweitzer-Zitat: »Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das auch leben will« zusätzlich aufgewertet.

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