Bodersweier

Großer Umzug mit 37 Gruppen in Bodersweier

Autor: 
Ellen Matzat
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27. Februar 2017
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Eine verrückte Truppe: Die Pollords.

(Bild 1/5) Eine verrückte Truppe: Die Pollords. ©Ellen Matzat

Bei herrlichem Umzugswetter haben am Sonntag zahlreiche Schaulustige die Straßen von Bodersweier gesäumt, durch die der 15. »etwas andere« Fasnachtsumzug des Brandeburger Michels von der Leutesheimer Straße über Umwege ins Narrendorf zog.

Los ging der Umzug am Sonntag in Bodersweier nach dem obligatorischen dreifachen Kanonenschlag um 13 Uhr, lautstark angeführt vom Bodersweierer Musikverein. Zuvor hatte die Knall-Frosch-Combo aus Weier die Zuschauer bereits in Stimmung gespielt.

Es gab wieder jede Menge originelle Kostüme zu bewundern, alles handgemacht und nichts von der Stange. Genau dies macht den Bodersweierer Umzug zu etwas ganz Besonderem. Die 37 Gruppen aus Bodersweier und den umliegenden Gemeinden waren freie Gruppen, die Spaß an der Fasnacht haben, ohne einer Zunft anzugehören. Jeder durfte mitlaufen, je verrückter und ausgefallener, desto besser. Natürlich wurde die Umzugsstrecke auch wieder von etlichen Höfen aus mit leckeren flüssigen Sächelchen und Handfestem bewirtet, wo die Teilnehmer gerne eine Rast einlegten. So konnte niemand auf dem »langen« Weg ins bunt geschmückte Narrendorf verhungern oder – noch schlimmer – verdursten. Für die jüngeren Gäste hatten die Gruppen jede Menge »Plombenzieher«  dabei. 

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Auffällig war dieses Jahr, dass selbst die jungen hübschen Mädchen gefahrlos den Umzug überstanden. Keiner wurde gefangen, bemalt oder gar ausgestopft, selbst die Frisuren blieben ohne Konfetti und Stroh. Eine Gruppe Wikinger war eigens wegen des Bodersweierer Karnevals aus Essen angereist. Ihre Helme hatte Britta Pohland selbst gehäkelt. Kurz entschlossen liefen auch die Auemer Gäns als bunte Clowns unter Obernärrin Brigitte Heinzelmann mit. Die Gruppe »Seniorenstift« war bereits zum 15. Mal in Folge dabei und denkt sich jedes Jahr ein neues Thema aus. Dieses Jahr waren die Damen als stachelige Gesellen, nämlich als Kakteen, unterwegs. Die Gruppe Heidelberger Schloss kam als Spiegeleier, was bestimmt selten auf Umzügen zu sehen ist. Aber auch die Smilies aus Kehl, die herrlich bunten Auemer Elfen, Pizzabäcker, die sogar ihren Ofen dabei hatten, Bob-Bären im Riesenbob, Zinnsoldaten mit Kanone, arabische Scheichs, die frechen Pollords aus Memprechtshofen, die schönsten Brandeburger Krabben und die quietschgelbe ­Badeenten-Gruppe mit Badewanne und Seifenblasenmaschine bereicherten das Bild. 

Daneben trieben die gemeinen Zierolshofener Trophäenjäger, die Auemer Flusspiraten, die Bodersweierer Sauköpfle als Wikinger mit riesigem Schiff, die Ghostbusters, Geisterpiraten, Brandeburger Wölfe und Feuerteufel ihr Unwesen und schnitten so manche furchterregende Fratze. 

Aber nicht nur die Umzugsteilnehmer zeigten fantasievolle Kostüme – auch die Zuschauer ließen sich einiges einfallen wie beispielsweise »Bauer sucht Frau« oder die feschen Badenixen aus dem Karlsruher Sonnenbad mit ihren blauen Badekappen. Im Anschluss an dem Umzug wurde im Narrendorf noch lange ausgiebig gefeiert.

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