Werksbesichtigung bei Papierhersteller

Grünen-Politiker besuchen Koehler in Kehl

Autor: 
Redaktion
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24. Februar 2021

Technischer Vorstand Stefan Karrer (von links), Bundestagskandidat Thomas Zawalski, Landtagskandidat Bernd Mettenleiter, Jens Kriete (Nachhaltigkeitsmanager) und Werksleiter Joachim Uhl vor der imposanten Papiermaschine PM8. ©Die Grünen

B90 / Die Grünen-Kandidaten Mettenleiter und Zawalski zu Gast im Werk der Koehler Gruppe 
in Kehl. Dabei begutachteten sie die neue Papiermaschine PM8.

Warum sind Kassenzettel seit Kurzem blau, und warum können diese nun in das Altpapier geworfen werden? Die Antwort auf diese Fragen haben die beiden Kandidaten von B90 / Die Grünen Bernd Mettenleiter (Landtagswahl) und Thomas Zawalski (Bundestagswahl) bei der Firma Koehler Papier in Kehl erfahren.

Bernd Mettenleiter, der grüne Landtagskandidat für den Wahlkreis Kehl, besuchte gemeinsam mit dem Bundestagskandidat für den Wahlkreis Offenburg, Thomas Zawalski, das Kehler Werk der Koehler Gruppe. Sowohl für den Naturwissenschaftler Mettenleiter als auch den Ökonomen Zawalski ist das Thema Nachhaltigkeit ein politischer Schwerpunkt. Deshalb interessierten sie sich vor allem für die neue Papiermaschine PM8. Mit dieser produziert Koehler Verpackungspapiere, die problemlos über den Altpapierkreislauf recycelt werden können. Damit möchte das Unternehmen den Trend hin zu nachhaltigen und verantwortungsbewussten Verpackungslösungen beschleunigen und Plastik ersetzen. Die Papierprodukte können für Beutel und Tüten bis hin zu Joghurtdeckeln genutzt werden, heißt es in einer Pressemitteilung. 

Für die 2019 in Betrieb genommene und 142 Meter lange Anlage investierte die Koehler Gruppe 300 Millionen Euro. Stefan Karrer, Technischer Vorstand bei Koehler, machte dabei deutlich, dass „dieses Projekt am Standort Kehl ein Bekenntnis zur Region“ darstelle. Auch Arbeitsplätze wurden mit dieser Investition in der Region geschaffen. „Für das neue Geschäftsfeld haben wir über 100 neue Mitarbeiter eingestellt“, erklärt Karrer.

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Der Fachkräftemangel macht dem Unternehmen jedoch zu schaffen. Immer weniger junge Menschen beginnen nach der Schule eine Ausbildung. Dabei wird die Branche von vielen auch unterschätzt. „Zum Beispiel besitzen wir ein ähnliches Gehaltsniveau wie die Automobilindustrie“, erläutert Karrer. Neben verschiedenen Ausbildungsberufen, aus denen der Papiertechnologe hervorsticht, bietet das Unternehmen auch duale Studiengänge und die Weiterqualifizierung zum Meister an. Mettenleiter, der am Gymnasium unter anderem das Fach Technik unterrichtet, und Zawalski versprachen hier aktiv zu werden. „Wir müssen die klassische Berufsausbildung wieder mehr in das Bewusstsein rücken“, so Zawalski.

Ein weiteres Beispiel für die Innovationskraft der Koehler Gruppe ist die Neuentwicklung des Thermopapiers „Blue4est“. Dieses neuartige blaue Thermopapier ist frei von chemischen Entwicklern und kann deshalb bedenkenlos über das Altpapier entsorgt werden. Mettenleiter, der sich im Landtag für eine zusammenhängende Kreislaufwirtschaft einsetzen will, zeigt sich vom Produkt beeindruckt: „Diese Entwicklung ist ein Paradebeispiel, wie Ökonomie und Ökologie zusammengebracht werden können. Wir Grünen wollen Rahmenbedingungen schaffen, die innovative Ideen und Erfindergeist belohnen, Arbeitsplätze in der Region sichern und gleichzeitig die Umwelt schonen.“

Bereits heute ist die Energieversorgung ein wichtiges Standbein im Portfolio der Koehler Gruppe. Um die Firma auch als klimaneutrales Unternehmen aufzustellen, ist geplant, dass bis 2030 mehr Energie produziert wird, als für die Papierherstellung benötigt wird. „Unternehmen wie Koehler zeigen, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt haben und anpassungsfähig sind“, erläutert Mettenleiter. „Unsere Aufgabe in der Politik ist es nun, hier als Partner zu wirken und die rechtlichen Grundlagen zu schaffen, damit Unternehmen mit grünen Ideen erfolgreich sind“, ergänzte Zawalski.
 

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