Willstätt - Eckartsweier

Gutes Ergebnis bei Blutspende in Eckartsweier

Autor: 
Klaus Elff und Michael Müller
Lesezeit 3 Minuten
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12. Januar 2021

Die Helfer des Roten Kreuzes konnten sich beim Blutspendetermin in Eckartsweier über mangelnde Spendebereitschaft der Bürger nicht beklagen. ©Klaus Elff

Ein erfreuliches Ergebnis verzeichnete der DRK-Ortsverein Eckartsweier bei seiner jüngsten Blutspende-Aktion am Freitag in der Festhalle.

Mehr Spendewillige als erwartet konnte der DRK-Ortsverein Eckartsweier am Freitag in der Festhalle an der Schutter willkommen heißen – und das, obwohl sich alle zuvor telefonisch anmelden und zu einer vorgegebenen Zeit erscheinen mussten. 

186 Blutkonserven gewonnen

„Erwartet hatten wir die Zahl von 182 Spendern wie im letzten Jahr“, strahlte Ortsvereinsvorsitzender Edgar Reuter am Ende über das Ergebnis der Aktion. „Gekommen sind aber diesmal sogar 195 Spendewillige, und 186 Blutkonserven konnten an den Blutspendedienst abgegeben werden.“ Darunter waren auch 19 Erstspender – unter ihnen viele jüngere Leute. „Die machen sich schon Gedanken – denen geht’s nicht nur ums Party feiern“, zollt Reuter ihnen Respekt.

Aderlass als „Corona-Therapie“

Blutspenden werden auch und gerade in Corona-Zeiten dringend benötigt. Doch über mangelnde Spendebereitschaft müssen sich die DRK-Ortsvereine der Region offenbar derzeit nicht beklagen – im Gegenteil: Allgemein verzeichneten sie steigende Teilnehmerzahlen bei Blutspende-Aktionen. „In Corona-Zeiten sind viele Leute froh, wenn sie mal raus können aus den eigenen vier Wänden und wieder unter Leute kommen“, vermutet Reuter.

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Ablauf neu geordnet

Überall wurde auf Abstand und Hygiene geachtet. Für die Halle hatten die Verantwortlichen des Blutspendedienstes eigens eine neue Strategie des Ablaufs entwickelt. „Die hatten vorher einen Grundriss der Halle angefordert“, berichtet Reuter. Und auf dieser Grundlage wurden die einzelnen Stationen, die die Spendewilligen durchlaufen müssen, neu angeordnet. Ziel sei es, persönliche Begegnungen der Spender untereinander und mit dem medizinischen Personal und den ehrenamtlichen Helfern auf ein Minimum zu beschränken.  

Wegen der Corona-Pandemie müssen sich die Spendewilligen jeweils vorher zu einem festen Termin verbindlich online anmelden. Aber auch wer spontan kommt, weil er sich etwa vorher vergessen hat anzumelden oder keinen PC zuhause hat, werde nicht abgewiesen: „Es kommt immer mal vor, dass einige Spender zum reservierten Zeitpunkt nicht erscheinen“, berichtet Reuter. „Die Spontan-Spender schieben wir dann irgendwie dazwischen.“ 

Kaum Wartezeiten

Insgesamt jedoch habe sich das Reservierungs-Regime inzwischen gut eingespielt. „Es gibt kaum Wartezeiten“, berichtet Reuter, „und auch für uns ist das besser, weil wir wissen, wie viele Spender kommen – und auch weil wir dann zum Beispiel besser kalkulieren können, wie viel Verpflegung für die Spendewilligen gerichtet werden muss.“ Es sei daher sinnvoll, diese Praxis auch nach dem Ende der Corona-Pandemie beizubehalten. 

Schon am Freitag, 5. März, findet die nächste Blutspende-Aktion des DRK-Ortsvereins Eckartsweier statt.

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