Neuer Vorstand beim BLHV

Herbert König hört nach 38 Jahren auf

Autor: 
Klaus Elff
Lesezeit 3 Minuten
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22. Oktober 2019

Der scheidende Vorsitzende Herbert König (links) erhält die Schale von Simon Groth und Patrick Keller, die beide dem neuen Vorstandsteam angehören. ©Klaus Elff

Der Ortsverein Willstätt des BLHV steht unter neuer Führung. Mit einer großen Schale bedankte sich der neue Vorstand bei der Hauptversammlung am Donnerstag bei seinem scheidenden Vorsitzenden Herbert König.

Im Gasthaus „Krone“ hatten sich am Donnerstagabend die Mitglieder des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbands (BLHV) Willstätt zur Mitgliederversammlung eingefunden. Im Mittelpunkt stand die Wahl eines neuen Vorstands.

Der bisherige Vorsitzende Herbert König hatte sich nicht mehr zur Wiederwahl gestellt. Der Vorschlag des Kreisverbands ging dahin, ein dreiköpfiges Vorstandsgremium zu bestimmen.

Die zahlreich anwesenden Landwirte aus allen Ortsteilen von Willstätt ließen sich von diesem Vorschlag überzeugen und wählten einstimmig Timo Deeg, Patrick Keller und Simon Groth zum neuen Führungs-Team. Alle anstehenden Aufgaben wollen sich die drei Männer sinnvoll aufteilen.

Als erste Amtshandlung bedankten sich Simon Groth und Patrick Keller beim scheidenden Vorsitzenden Herbert König mit einer kleinen Aufmerksamkeit, einer großen Schale mit Erzeugnissen aus der Region. „Der Kreisverband wird Herbert König bei seiner nächsten Versammlung für sein seit 38 Jahren währenden Engagements in diesem Amt noch gebührend ehren“, betonte Kreisverbandsvorsitzender Horst Körkel. 

Der BLHV leidet wie viele Vereine unter der weit verbreiteten Müdigkeit im Engagement für feste Mitarbeit in Vereinen. Deshalb hatte Michaela Schöttner, Bildungsreferentin des BLHV Freiburg, den Auftrag übernommen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

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Ein Ergebnis ihrer Recherchen: „Ehrenamt auf Zeit“ scheint die Devise der Zeit zu sein. Mitarbeit bei Projekten und Kampagnen könnten die langjährigen Engagements aus früheren Zeiten ersetzen; ein Team im Vorstand statt eines Vorsitzenden. Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit würden in Zukunft die Vereine, und so auch den BLHV, mit Leben erfüllen und am Leben erhalten.

Als ein Beispiel für eine gelungene Anpassung an die neue Zeit wurde der BLHV-Ortsverein Neuried genannt. Dessen Vertreter David Mild konnte mit einer Reihe von Lichtbildern die neue Art von Engagement in seinem Ortsverein aufzeigen. 

Im Jahre 2014 hatten sich alle Ortsvereine von Neuried zusammengeschlossen. Der Verein hat jetzt 100 Mitglieder, davon 30 hauptberufliche Landwirte, und ein junges Team zwischen 25 und 35 Jahren hat die Leitung übernommen.

Die Mitarbeit beim Kinderferienprogramm oder bei  Kinonächten, die Beteiligung an Fastnachtsveranstaltungen oder am Jubiläumsjahr in Ichenheim zählte David Mild als Beispiele der Öffentlichkeitsarbeit auf. 

Ganz groß heraus kamen die Mitarbeiter des BLHV in Neuried mit dem 2017 eröffneten „Bure-Radweg“. „Dieser Weg führt durch alle fünf Neurieder Ortsteile und vorbei an 13 landwirtschaftlichen Betrieben, die auf Schautafeln am Wegrand ebenso vorgestellt werden wie ihre Erzeugnisse“, stellte Mild das Ergebnis dieser umfangreichen Arbeit des Vereins vor. Wichtig sei auch die Steigerung der Wahrnehmung und Wertschätzung der Landwirtschaft bei der Bevölkerung, betonte Mild.

Lange Diskussionen schlossen sich den Vorträgen an. 

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