Willstätt - Hesselhurst

Hesselhurst kann bald wieder Bauplätze anbieten

Autor: 
Günter Ferber und Richard Lux
Lesezeit 2 Minuten
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10. April 2021
Der Ortschaftsrat Hesselhurst und der Gemeinderat Willstätt haben sich für die Aufstellung des Bebauungsplans für die Neubaugebiete „Bitzen II und III“ ausgesprochen.

Der Ortschaftsrat Hesselhurst und der Gemeinderat Willstätt haben sich für die Aufstellung des Bebauungsplans für die Neubaugebiete „Bitzen II und III“ ausgesprochen. ©Richard Lux

Hesselhurst kann bald wieder Bauplätze anbieten: Gemeinderat und Ortschaftsrat haben die Vorschläge zur Aufstellung der Bebauungspläne „Bitzen II und III“ gebilligt.

Der Willstätter Gemeindrat hat in seiner jüngsten Sitzung die Aufstellung der Bebauungspläne „Bitzen II und III“ in Hesselhurst gebilligt.

Seit 10 Jahren keine Bauplätze mehr

Ortsvorsteher Volker Mehne bat die Gemeinderatskollegen zu Beginn der Diskussion, den Aufstellungsbeschlüssen zuzustimmen. „Wir können unseren Bürgern seit nunmehr zehn Jahren keine Bauplätze mehr anbieten“, meinte er zur Begründung. Manche seien deshalb schon weggezogen, da sie ihren Wunsch nach Wohneigentum in Hesselhurst nicht verwirklichen können.

Innenentwicklung

Bei „Bitzen II und III“ handelt es sich um eine Erschließung innerhalb des Ortsetters. Daher kann der Bebauungsplan auch im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden. In „Bitzen II“, dem kleineren Gebiet, können bis zu zehn Bauplätze für Einfamilienhäuser entstehen.

Falsche Reihenfolge?

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Kritische Anmerkungen zum Aufstellungsbeschluss kamen vor allem von der Willstätter Alternativen Liste (WAL). Hier werde der zweite Schritt vor dem ersten gemacht, hieß es: Man solle zuerst festlegen, was gebaut werden kann, bevor der Aufstellungsbeschluss erfolgt. Es sollten auch andere Wohnformen als nur Einfamilienhäuser ausgewiesen werden.

Bürgermeister Christian Huber betonte, dass mit den Aufstellungsbeschlüssen noch nicht entschieden sei, was gebaut werden kann. „Aber wir brauchen diese Aufstellungsbeschlüsse, um in den Planungen, insbesondere auch für Abwasser, Wasser und Straßenführungen zu beginnen.“ Was gebaut werden kann, werde im späteren Bebauungsplan festgelegt – und dieser bedarf dann wieder der Zustimmung des Gemeinderates. Bei der Abstimmung enthielten sich schließlich die drei Mitglieder der WAL-Fraktion der Stimme.

Verzögerungen verhindern

Auch im Ortschaftsrat war zuvor das Fazit von Volker Mehne, dass man nach so langer Abstinenz froh ist, Anfang 2022 im „Bitzen II“ wieder Bauplätze anbieten zu können, positiv aufgenommen worden. Bürgermeister Christian Huber, der als Gast bei der Sitzung weilte, betonte, dass man jetzt keine Zeit mehr verlieren wolle und es von Seiten der Gemeinde jegliche Verzögerungen im „Bitzen II“ zu verhindern gelte.

Erst mal kleiner anfangen

Die Planungen sehen vor, nun erst einmal das kleinere Gebiet zu entwickeln. Was „Bitzen III“ betrifft, sehen Ortsvorsteher und Bürgermeister in den kommenden fünf Jahren noch keinen Bedarf, dort Baugelände freizugeben.

Stichwort

Befürchtungen: Mehr Verkehr und Probleme mit Entwässerung und Gehwegparkern

Für längere Diskussionen sorgten in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates Hesselhurst ein Bauantrag für zwei Mehrfamilienhäuser mit Tiefgarage in der Rappengasse und die Aufstellung der Bebauungspläne für die Neubaugebiete „Bitzen II und III“. 
In der Fragestunde zu Beginn der Sitzung nutzten einige der in großer Zahl erschienenen Besucher die Gelegenheit zur Wortmeldung. So wurden Bedenken wegen mehr Verkehr und einem fehlenden Gehweg geäußert. Außerdem befürchteten sie Parkplatzprobleme trotz der geplanten 18 Tiefgaragen-Plätze in der Rappengasse. Ferner ging es um zu erwartende Defizite bei der Entwässerung im Neubaugebiet „Bitzen“. 

Ortsvorsteher Volker Mehne versicherte, dass die Bedenken sehr wohl bekannt seien und das Konzept mit der Tiefgarage eine Abnahmeverpflichtung beinhaltet. Was das Parken auf der Straße betrifft, werde man alle möglichen Lösungen für eine Entlastung in Betracht ziehen. Bürgermeister Christian Huber, der als Gast bei der Sitzung weilte, erinnerte unter anderem an den Generalentwässerungsplan der Gemeinde, der auch Lösungen für die Probleme in Hesselhurst enthalte. 

In der eigentlichen Debatte empfahl der Ortschaftsrat, dem Antrag zum Neubau der beiden Mehrfamilienwohnhäuser zuzustimmen. Nach Ansicht der Verwaltung fügt sich das Bauvorhaben in die Umgebung ein. Auch die Baurechtsbehörde hält die Bauvorhaben für genehmigungsfähig. 

Romeo Vogt (FWV) sprach sich nach Abwägung aller Für und Wider eindeutig für den Antrag aus. Auch die Wortmeldungen von Nikolaus Hillert, Kurt Vetter (beide FWV), Volker Knoth, Patric Bär (beide GfH) und Ortsvorsteher Volker Mehne gingen in Richtung Empfehlung. Volker Knoth bat jedoch darum, die offenen Fragen, was die Parkplätze betrifft, zu klären und schriftlich zu fixieren.

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