Illegale Ablagerungen von Bauschutt in Legelshurst

Autor: 
Richard Lux
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03. Januar 2018

Auch Legelshurst hat jetzt sein »Müll-Problem«: Zum wiederholten Mal haben Unbekannte Bauschutt an einem idyllischen Platz abgeladen. Der letzte Vorfall datiert vom Donnerstag. Inzwischen hat die Ortsverwaltung auch die Polizei eingeschaltet.

Ein Umweltfrevel sorgt für Kopfschütteln in Legelshurst: Unbekannte haben an der Verbindungsstraße Richtung Querbach illegal Bauschutt entsorgt – und zwar ausgerechnet dort, wo bei gutem Wetter schon seit vielen Jahren eine schöne Bank die Wanderer, Radfahrer, aber auch manchen Autofahrer zum Ausruhen oder einfach zum Verweilen einlädt, um die Ruhe der Natur zu genießen. 

Mindestens sechs oder sieben ähnliche Fälle
»Leider zum wiederholten Male«, berichtet der bekannte Legelshurster Holzschnitzer Georg »Scholli« Bohleber, der 2008 die oft und gern benutzte Bank angefertigt und zusammen mit Bekannten aufgestellt hat. Nach Angaben von Legelshursts Ortsvorsteher Hans Fladt hat es im vergangenen Jahr mindestens sechs oder sieben ähnliche Fälle gegeben – jeweils immer an verschiedenen Stellen, davon allein dreimal an besagter Ruhebank. 

Fladt: »Eine Frechheit hoch Zehn«
Georg Bohleber tippt, dass es sich in der letzten Zeit immer um den oder die gleichen Übeltäter handelt. Der letzte Vorfall wurde am Donnerstag, 28. Dezember, entdeckt. Diesmal kann auch ziemlich genau der Tatzeitpunkt eingegrenzt werden: auf Donnerstagnachmittag zwischen 13.30 und 15 Uhr. In dieser Zeit fuhr ein Legelshurster Holzmacher zweimal zu unterschiedlichen Zeiten an der illegalen Ablagestelle vorbei. Während um 13.30 Uhr noch alles in Ordnung war, bemerkte er um 15 Uhr den Bauschutt vor der Bank. »Am hellichten Tag dort Bauschutt zu entsorgen – das ist schon eine Frechheit hoch Zehn«, schimpft Hans Fladt.

Die Entsorgungsstelle vor der Bank ist laut Walter Schäfer nicht die einzige in der dortigen Umgebung. Der 69-jährige Legelshurster, der oft mit dem Fahrrad rund um sein Heimatdorf unterwegs ist, berichtet, dass einige dieser illegalen Müllentsorger schon ihre bestimmten Stellen hätten. Dies bestätigen auch einige Spaziergänger und Radfahrer, die zufällig beim Fotografieren der Fundstelle vorbeikamen. 

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Deponie wäre in der Nähe
Für Georg Bohleber und Ortsvorsteher Hans Fladt ist diese Art von Müllentsorgung umso verwunderlicher, als sich in nur rund anderthalb Kilometer Entfernung die Korker Deponie befindet, die ja täglich geöffnet hat und wo jeder seinen Müll ordnungsgemäß abliefern kann. Beide hoffen jetzt, dass Zeugen schon einmal etwas ähnlich Verdächtiges beobachtet haben. 

Bauhof-Einsatz verursacht erhebliche Kosten
Inzwischen hat die Ortsverwaltung Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Laut Auskunft des zuständigen Polizeipostens Appenweier sind solche Entsorgungsaktionen als Ordnungswidrigkeit einzustufen; wer erwischt wird, muss mit einem knackigen Bußgeld rechnen. Ortsvorsteher Hans Fladt wird gleich nach den Feiertagen den illegalen Müll durch den Willstätter Bauhof entsorgen lassen. »Aber auch so ein Einsatz ist immer mit erheblichen Kosten verbunden.«

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