Willstätt - Hesselhurst

In Hesselhurst lebt die Tradition des »Brezelstichs«

Autor: 
Richard Lux
Lesezeit 2 Minuten
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01. Januar 2018

Prima Stimmung herrschte beim traditionellen »Brezelstich« im Gasthaus »Grüner Wald« in Hesselhurst. Am längsten mit dabei sind Hans Sartor und Willi Vogt (Zweiter und Dritter stehend von links). Rechts stehend Wirtin Yvonne Lutz mit den »Kiebitzen« Ortsvorsteher Volker Mehne und Ortschaftsrat Klaus Hillert. ©Richard Lux

Hesselhurster und Hohnhurster halten eine Silvester-Tradition aufrecht: Am letzten Tag des Jahres treffen sie sich zum »Brezelstich«.

12 Männer aus Hohnhurst und Hesselhurst verabschiedeten an Silvester in bewährter Tradition wieder das alte Jahr und mischten beim »Brezelstich« die Karten. Bereits kurz vor 10 Uhr trafen sie sich im Gasthaus »Grüner Wald« in Hesselhurst, und jeder hoffte natürlich auf ein gutes Blatt. 

Brauch ist über 50 Jahre alt
Die Männer halten damit einen alten Brauch aufrecht. Das originelle Kartenspiel hatte vor über 50 Jahren seinen Ursprung im »Ochsen« in Hohnhurst. Von Beginn an mit dabei und dank der Erfahrung natürlich ein Routinier ist der 86-jährige Hesselhurster Willi Vogt. Für ihn gehört an Silvester der »Brezelstich« einfach dazu. Als vor neun Jahren der »Ochsen« geschlossen wurde, freute er sich sehr, dass seine Hohnhurster Freunde mit ihm in den »Grünen Wald« nach Hesselhurst umzogen. »Es macht uns ja allen sichtlich Spaß, und wir fühlen uns bei unserer Wirtin sehr wohl«, sagt Willi Vogt. Und sein »jüngerer« Mitspieler, der 83-jährige Hans Sartor aus Hohnhurst, ergänzt: »Wenn es unsere Gesundheit erlaubt, sind wir in unserer illustren Runde auf jeden Fall weiter dabei.« 

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Regeln sind bis heute die gleichen
Die Regeln sind bis heute die gleichen geblieben. Man kann das Spiel mit beliebig vielen Teilnehmern spielen. In Hesselhurst wurde heuer an zwei Sechser-Tischen gespielt. Jeder Spieler erhält zu Beginn drei Karten, und wer den letzten Stich macht gewinnt die Partie. Die Brezel bekommt dann der, welcher als Erster sieben Spiele gewonnen hat. 

Wirtin Yvonne Lutz hatte 20 Brezeln besorgt und verkaufte diese an die Kartentische. Bis gegen 15 Uhr wurden die Karten gemischt. Dabei bestand für die Spieler, die bis zum gemeinsamen Mittagessen noch keine Brezel gewonnen hatten, noch einmal die Möglichkeit, sich in der Pause eine neue Strategie auszudenken. Sollte dennoch jemand leer ausgegangen sein, muss er am Neujahrsmorgen beim Kaffee nicht auf das traditionelle Gebäck verzichten, denn aus Kontrahenten am Spieltisch werden am Ende wieder Freunde die gerne dem etwas abgeben, der halt nicht so erfolgreich war. 

Ortsvorsteher spendiert eine Runde
Auch Hesselhursts Ortsvorsteher Volker Mehne schaute vorbei und sponserte eine Getränkerunde für die Spieler. »Hoffentlich besteht diese schöne Tradition noch lange. Man braucht gar nicht mitzuspielen und fühlt sich in der Runde dennoch wohl.«

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