Alexander Liebe

Indie-Pop im "Hafen 17"

Autor: 
Gerd Birsner
Lesezeit 6 Minuten
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21. Januar 2020

Liebes-Traum: – Nein, nicht der von Liszt, aber einer mit List und Tücke: Alexander Liebe stellt mit Band seine Musik, sein Leben, seine Liebe und seine Träume vor. ©Gerd Birsner

Am Montag war mit Alexander Liebe ein „zugezogener Kehler“ auf der heimeligen Bühne im „Hafen 17“ zu Gast. Sein Name war Programm, zu Gehör gebracht wurden Songs über das meistbesungene Gefühl der Welt.

Er ist ein Leiser, ein Leiden-Müsser, ein stummer Poet. Sein Weltschmerz-Aspirin ist die Musik, sein Paddel im Graben zwischen sich und der bösen Welt ist seine Gitarre, das Fährschiff dorthin ist seine Band. Alexander Liebe – nein, kein Künstlername, der 33-jährige Ex-Thüringer und Jetzt-Gerne-Kehler heißt wirklich so  – komponiert und schreibt, so er selbst, „unverstellt über das Leben“. „Die Liebe ist schließlich die größte Kraft im Universum, sozusagen unser Leben, und das ist häufig pur und ungeschönt so“ – so steht‘s in seiner Info.

Der Liebe ist allerdings noch nicht ganz die größte Kraft im Universum. Aber er lebt. Intensivst, ungeschönt und pur. Mit seinen 33 Jahren hat er genügend Erfahrungen gesammelt, um eben dieses – sein – Leben in „all seinen Absurditäten auszudrücken“. Darüber erzählt er in seinen Liedern, und mit denen hatte er bereits zwei CDs gefüllt: „Jetzt kann die Liebe langsam kommen“ heißt eine, die andere „Blick nach oben“. Die dritte – eine EP mit fünf Titeln – wird im Frühjahr erscheinen  und über ein kleines Berliner Label vertrieben werden. Die zeigt weitere Liebe-Facetten auf, die der Lehrer an der Albert-Schweizer Schule freimütig und ungebeizt besingt.
Und genau diese EP ist das Schiff, mit dem er im Hafen 17 vor Anker geht. Mit kleinem Equipment, schließlich ist Mirko Sansas Kleinkunst-Tempel keine Royal-Albert-Hall. Und das ist auch gut so. Nah dran am Publikum, das mag der Liebe – und das Publikum ist nah dran an seinen Musikern Jonas Becker am Schlagzeug, am Bassisten Oliver Schneider. Ganz links steht Julien Pacews­ki, der völlig unaufgeregt die Gitarre bedient – allesamt also junge Freiburger, die der Liebe über den Gypsy-swingenden Hot-Club-Freiburg kennen und schätzen gelernt hatte. 

Seit einem halben Jahr spielen sie zusammen, tüfteln Liebes-Arrangements aus. Nun also raus damit – mit Minimalaufwand auf der Hafen-17-Bühne. Der ersten Song verrät, wie es läuft mit der Musik.
Prompt folgt „Lippenstift“, Titelsong des am 17. April diesen Jahres erscheinenden Liebe-Tonträger. Die Band funktioniert, ist gut, ist der bleifreie Motor für Liebe-Liebes- und Weltschmerz-Lieder. Er singt mit sanfter Harmonie über die Unwägbarkeiten des Lebens, die Unbesiegten, weltschmerzt über Rollatoren, Freunde, die kommen und gehen, malt mit Akkorden ein Dorffest mit Ablasshandel in seiner ehemaligen Heimat nahe Erfurt aus. 
59 Stufen

Und dann stellt er klar, dass aus einer Krähe kein Singvogel gemacht werden kann – wobei der Liebe viel eher Singvogel denn ein Rabe ist: In ihm ruht eine schöne, runde Stimme. Wie musikalisch Treppensteigen funktioniert, zeigt der Liebe bei „59 Stufen“. 

Da geht es noch ein Stückchen weiter aufwärts: Liebe tauscht seine E-Gitarre mit der „Taylor“. Es wird akustisch, leise. Die Band hat Pause. Jetzt wird‘s noch echter, noch authentischer, noch griffiger.
Er ist ein Leiser, ein Leiden-Müsser, ein stummer Poet. Sein Weltschmerz-Aspirin ist die Musik, sein Paddel im Graben zwischen sich und der bösen Welt ist seine Gitarre, das Fährschiff dorthin ist seine Band. Alexander Liebe – nein, kein Künstlername, der 33-jährige Ex-Thüringer und Jetzt-Gerne-Kehler heißt wirklich so  – komponiert und schreibt, so er selbst, „unverstellt über das Leben“. „Die Liebe ist schließlich die größte Kraft im Universum, sozusagen unser Leben, und das ist häufig pur und ungeschönt so“ – so steht‘s in seiner Info.

Der Liebe ist allerdings noch nicht ganz die größte Kraft im Universum. Aber er lebt. Intensivst, ungeschönt und pur. Mit seinen 33 Jahren hat er genügend Erfahrungen gesammelt, um eben dieses – sein – Leben in „all seinen Absurditäten auszudrücken“. Darüber erzählt er in seinen Liedern, und mit denen hatte er bereits zwei CDs gefüllt: „Jetzt kann die Liebe langsam kommen“ heißt eine, die andere „Blick nach oben“. Die dritte – eine EP mit fünf Titeln – wird im Frühjahr erscheinen  und über ein kleines Berliner Label vertrieben werden. Die zeigt weitere Liebe-Facetten auf, die der Lehrer an der Albert-Schweizer Schule freimütig und ungebeizt besingt.

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Und genau diese EP ist das Schiff, mit dem er im Hafen 17 vor Anker geht. Mit kleinem Equipment, schließlich ist Mirko Sansas Kleinkunst-Tempel keine Royal-Albert-Hall. Und das ist auch gut so. Nah dran am Publikum, das mag der Liebe – und das Publikum ist nah dran an seinen Musikern Jonas Becker am Schlagzeug, am Bassisten Oliver Schneider. Ganz links steht Julien Pacews­ki, der völlig unaufgeregt die Gitarre bedient – allesamt also junge Freiburger, die der Liebe über den Gypsy-swingenden Hot-Club-Freiburg kennen und schätzen gelernt hatte. 

Seit einem halben Jahr spielen sie zusammen, tüfteln Liebes-Arrangements aus. Nun also raus damit – mit Minimalaufwand auf der Hafen-17-Bühne. Der ersten Song verrät, wie es läuft mit der Musik.
Prompt folgt „Lippenstift“, Titelsong des am 17. April diesen Jahres erscheinenden Liebe-Tonträger. Die Band funktioniert, ist gut, ist der bleifreie Motor für Liebe-Liebes- und Weltschmerz-Lieder. Er singt mit sanfter Harmonie über die Unwägbarkeiten des Lebens, die Unbesiegten, weltschmerzt über Rollatoren, Freunde, die kommen und gehen, malt mit Akkorden ein Dorffest mit Ablasshandel in seiner ehemaligen Heimat nahe Erfurt aus. 

59 Stufen

Und dann stellt er klar, dass aus einer Krähe kein Singvogel gemacht werden kann – wobei der Liebe viel eher Singvogel denn ein Rabe ist: In ihm ruht eine schöne, runde Stimme. Wie musikalisch Treppensteigen funktioniert, zeigt der Liebe bei „59 Stufen“.
 
Da geht es noch ein Stückchen weiter aufwärts: Liebe tauscht seine E-Gitarre mit der „Taylor“. Es wird akustisch, leise. Die Band hat Pause. Jetzt wird‘s noch echter, noch authentischer, noch griffiger.

„Zwanziger-Jahre-Hörner“

Upps! Sein letztes Lied im 90-Minuten-Set ist „Vom Weg abgekommen“. Doch dies sollte er tunlichst vermeiden. Potential ist allemal da, und mit dreißig hat man sich bereits die „Zwanziger-Jahre-Hörner“ abgestoßen… 
Doch lang noch nicht alle: „So wie alle anderen auch, hab ich einen Traum“, singt Liebe. Und den soll er sich auf jeden Fall bewahren, auch wenn sich, wie er schwärmt, einer bereits erfüllt hat: Seit zwei Monaten ist der leise, in sich gekehrte sympathische Mann stolzer Papa. Sie heißt wie sein letztes Lied: „Matilda“. 
 

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