Betrugsmasche

Der Verein "Courage" informiert über den "Enkeltrick"

Autor: 
Erwin Lang
Lesezeit 3 Minuten
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07. November 2019

Schauspielerinnen des Theater-Ensembles aus Ludwigshafen stellen anhand von Rollenspielen die verschiedenen Betrugsmaschen vor. ©Erwin Lang

Der Verein „Courage“ klärte am Montag in der Goldscheuerer Kulturfabrik ältere Menschen über den sogenannten Enkeltrick, eine Betrugsmasche, auf.

In steter Regelmäßigkeit wird in den Medien vor der als „Enkeltrick“ bekannten Betrugsmasche gewarnt, und dennoch gelingt es immer wieder Betrügern, meist arglose ältere Mitbürger um ihre Ersparnisse zu bringen. Der Verein „Courage – Sicherheit fördern“ hat sich am Montag in der Kulturfabrik Goldscheuer bei einem Theaternachmittag bei Kaffee und Kuchen diesem Thema angenommen. 
Zur Begrüßung stellte der Vorsitzende Joachim Parthon den Verein „Courage“ und seine Ziele vor. So versteht sich der Verein als Bindeglied zwischen Polizei, Jugendämtern sowie anderen Behörden und hat es sich zur Aufgabe gemacht, präventiv die Menschen über Straftaten und Betrugsmaschen aufzuklären und dafür zu sensibilisieren. Im Hanauerland, dem Wirkungskreis des Vereins, fanden bereits zum sechsten Mal diese Art der Veranstaltungen zur Verringerung von Kriminalität statt, die sich vorwiegend an Senioren wenden.
 
So funktioniert der Trick 

Die beiden Schauspielerinnen aus Ludwigsburg, die sich als Yasmin und Ute vorstellten, erklärten zunächst das Vorgehen der Betrüger beim klassischen Enkeltrick: Vorwiegend werden dazu Personen mit älteren Vornamen wie Brunhilde, Josef, aber auch ältere vierstellige Telefonnummern für diese Anrufe aus dem Telefonbuch herausgesucht. Im Rollenspiel versuchte die „kriminelle“ Anruferin, von der arglosen „Oma“ dringend Geld für die Kaution einer Wohnung zu erschleichen, indem sie sich der Großmutter als plötzlich in Not geratene und aufgeregte Enkelin präsentierte. Um die Wohnung zu bekommen, sei es notwendig, dass ihr Freund das Bargeld gleich abhole. Im Anschluss an die Szene zogen die Schauspielerinnen die Zuschauer mit ins Geschehen ein und befragten sie, ob sie die besondere Vorgehensweise erkannten und wie es zu ihrer eigenen Sicherheit besser nicht gemacht werden sollte. Auskünfte am Telefon über das Vorhandensein von Bargeld oder ob noch weitere Personen anwesend seien, sollten keinesfalls an fremde Personen preisgegeben werden, lautete die Empfehlung.  

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Für ihre Betrugsmasche nützen die Täter auch das Vorgaukeln eines Unfalls oder einer Notlage im Ausland. Hin und wieder komme es auch vor, dass falsche Polizisten das Vertrauen der Senioren erschleichen und um Hilfe bei der Vereitelung einer bevorstehenden Straftat bitten. In diesen Fällen bieten sie an, das Bargeld und Wertgegenstände abzuholen, um es vorübergehend an einen sicheren Ort zu bringen.

Falsche Handwerker

Ein „richtiger“ Polizist, Polizeihauptmeister Rolf Krauß vom Kehler Polizeirevier, erklärte den Anwesenden, dass niemals ein Beamter unter der Notrufnummer 110 anrufen wird, um Schmuckstücke oder Bargeld abzuholen und in Sicherheit zu bringen. Verbreitet sind auch falsche Handwerker, die sich, um den Wasserdruck oder die Rauchmelder zu überprüfen, in die Wohnung der älteren Mitbürger einschleichen, um sie zu bestehlen. 
Zum Schluss wies Rolf Sigg, Amtsgerichtsdirektor a.D., auf dessen Initiative das Präventionsprojekt „Hallo Oma, ich brauch’ Geld“ zustande gekommen war, darauf hin, dass dem Erfindungsreichtum von Betrügern keine Grenzen gesetzt sind. 

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