Kehl

Inklusion wird am Kehler Einstein-Gymnasium gelebt

Autor: 
Redaktion
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31. Mai 2018

Bei seinem Besuch erhielt OB Toni Vetrano (2. von rechts) Einblick in den Schulalltag der Inklusionsklasse. ©Stadt Kehl

Der Kehler Oberbürgermeister hat der Inklusionsklasse am Einstein-Gymnasium einen Besuch abgestattet. Sie gehört dem Oberlin-Schulverbund an. 

»Aufeinander zugehen – voneinander lernen – miteinander umgehen«: So lautet das Motto, das die Schüler des Einstein-Gymnasiums im Schulalltag begleiten soll. Gefördert wird dieser Leitgedanke durch die Präsenz einer Klasse der Oberlinschule, die von Jugendlichen mit geistiger und körperlicher Behinderung besucht wird. Wie sich die Inklusionsklasse in das Gymnasium integriert, davon hat sich OB Toni Toni Vetrano bei einem Besuch selbst ein Bild verschafft. Er war gemeinsam mit Bettina Herr, Schulleiterin des Oberlin-Schulverbunds in Kork, der Einladung der Leitbild-AG und des Schulleiters Dominikus Spinner gefolgt.

Wie  es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung heißt, erhielt Vetrano dabei Einblick in den Schulalltag der Inklusionsklasse, die ihre um­gestalteten Klassen- und Therapieräume zum Schuljahr 2015/16 bezogen hat. Vermittelt wurde der Besuch von den Schülern in verschiedenen Beiträgen selbst. 

Leitbild-AG beteiligte sich am Programm

Auch die Mitglieder der Leitbild-AG, die sich in diesem Jahr mit dem Thema »Inklusion in Kehl und am EG« beschäftigt, beteiligten sich an dem Programm: In einem Film stellten sie unter anderem den kooperativen Religionsunter­richt vor, den Jugendliche mit und ohne Einschränkungen gemeinsam besuchen. Außerdem präsentierten sie die sogenannte »Wheel Map«. Diese zeigt auf, wie behindertenfreundlich verschiedene öffentliche Gebäude, Geschäfte oder Restaurants im Stadtgebiet sind. 

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Vorteile der Inklusion herausgestellt

In der Abschlussrunde stellten Bettina Herr und Dominikus Spinner die Vorzüge der Inklusionsklasse heraus: Die Schüler begegnen sich täglich in den Pausen oder beim Mittagessen in der Schul-Cafeteria; sie besuchen gemeinsam Schulfeiern, nehmen an Wander- und Projekttagen teil und sehen sich auch in ihrer Freizeit. Das Einstein-Gymnasium sei dadurch zu einem Begegnungsort für Menschen mit und ohne Einschränkung geworden, betonten sie. So sollen die Kinder und Jugendlichen lernen, ihrem Gegenüber vorurteilsfrei entgegenzutreten. 

Ohne bauliche Veränderungen geht's nicht

Die beiden Schulleiter dankten Vetrano zudem für die baulichen Veränderungen, welche die Stadtverwaltung innerhalb des Schulgebäudes vorgenommen hat, heißt es weiter. Denn ohne behindertengerechte Toiletten, elek­tronisch öffnende Türen und einen Physiotherapie-Raum wäre es nicht möglich, dass Schüler mit Beeinträchtigungen den Unterricht am Einstein-Gymnasium besuchen. 

Stichwort

Leitbild-AG

In der 2008 gegründeten Leitbild-AG setzen engagierte Schüler die Leitsätze des Einstein-Gymnasiums in die Tat um. Dabei sollen die Jugendlichen lernen, Verantwortung zu übernehmen und sich für soziale Belange einzusetzen. 

Die Leitbild-AG hat beispielsweise den Förderverein Karibu Open Hand gegründet und erarbeitet in jedem Schuljahr ein Projekt für das bundesweite Netzwerk »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage«. Aus der engen Zusammenarbeit mit der Oberlinschule in Kork ist im Rahmen der AG zudem die Idee der Inklusionsklasse entstanden.

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