Standesamt

Kehl vermeldet zunehmende Zahl Eheschließungen

Autor: 
Redaktion
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05. September 2018

Seit September 2016 dient auch die Villa Schmidt am Rheinufer als Zeremonienort. ©Stadt Kehl

In diesem Jahr haben sich besonders viele Menschen in Kehl die ewige Treue geschworen. Auch sechs Eheschließungen unter homosexuellen Paaren gab es, wie die Stadt mitteilt.

Bereits 100 Paare haben sich in diesem Jahr in der Kernstadt und den Ortschaften das Ja-Wort gegeben. Darunter befanden sich laut Pressemitteilung der Kehler Stadtverwaltung erstmals auch sechs gleichgeschlechtliche Partnerschaften, hierzu zählen zwei Trauungen und vier Umwandlungen der eingetragenen Lebenspartnerschaft. Für eine Zeremonie in der Villa Schmidt, in der seit zwei Jahren Trauungen geschlossen werden können, haben sich insgesamt 17 Paare entschlossen – und das, obwohl dort nur einmal im Monat Termine angeboten werden.
Insgesamt 152 Ehen wurden 2017 in Kehl und den Ortschaften geschlossen. Im August dieses Jahres hat bereits das hundertste Paar den Bund fürs Leben geschlossen – das sind fünf mehr als zur selben Zeit im Vorjahr. 2016 wurden bis August sogar nur 75 Ehen geschlossen. Seitdem am 1. Oktober 2017 vom Bundestag die sogenannte »Ehe für alle« beschlossen wurde, trauten die Kehler Standesbeamten zwei gleichgeschlechtliche Paare. Zusätzlich wurden seit Oktober 2017 insgesamt sieben der bisher eingetragenen Lebenspartnerschaften in Ehen umgewandelt. 

Trauung in der Villa 

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»Man geht heute nicht mehr einfach nur zum Standesamt, um die Ehe zu schließen – man sucht sich einen schönen Trauort aus, man möchte eine schöne Trauzeremonie und eben auch ein besonderes Datum«, weiß Standesamtsleiterin Daniela Decker. 
Neben dem üblichen Trauungsort im Weinbrennerhaus können sich Verliebte daher seit September 2016 auch für eine Zeremonie in der am Randes des Gartens der zwei Ufer gelegenen Villa Schmidt entscheiden. Nachdem dort im ersten Jahr nur vier Trauungen stattfanden, wurde das neue Angebot 2017 24 Mal genutzt. In diesem Jahr haben bisher 17 Paare davon Gebrauch gemacht, sieben weitere Trauungen stehen noch bevor. Falls keine weiteren Termine vereinbart werden, würde sich die Zahl der Trauungen damit nicht von der im Vorjahr unterscheiden. 
»Wir stellen pro Jahr zwölf Samstage mit maximal vier Trauterminen in der Villa Schmidt zur Verfügung: Dies sind insgesamt 48 Termine. Da liegen wir mit einer Auslastung von 50 Prozent nicht schlecht«, sagt Daniela Decker. 2017 seien die Termine von Juli bis Oktober ausgebucht gewesen, in diesem Jahr haben sich die Trauungen auf die Monate Juni bis September konzentriert. »Zur Zeit bekommen wir schon wieder Anfragen für 2019«, berichtet die Standesbeamtin. Denn gerade für Paare, die eine große Gästezahl zur standesamtlichen Trauung erwarten, eigne sich der neue Trausaal in der Villa Schmidt mit seinen 70 Sitz- und 30 Stehplätzen besonders gut – im Weinbrennerhaus finden dagegen lediglich 20 Gäste einen Sitzplatz.

Für gewöhnlich besonders beliebt sind bei Trauwilligen Hochzeiten an einem Schnapszahl-Datum. In Kehl fand am 8.8.18 und dem 18.8.18 allerdings jeweils nur eine Eheschließung statt. Diese Zahl liegt genau im Kehler Durchschnitt: Üblich sind hier ein bis zwei Trauungen an einem Tag. In Kehl wird der Schritt in die Ehe meist an Samstagen gewagt, wie sich laut Pressemitteilung der Stadtverwaltung auch dieses Jahr wieder zeigt. Die Hälfte der 50 Trauungen, die in der Kernstadt stattfanden, wurde an Samstagen vollzogen. Die restlichen 25 Ehen wurden unter der Woche geschlossen.

Stichwort

Standesamt

Wer Interesse hat in Kehl zu heiraten, muss nicht zwingend hier wohnhaft sein. Wer heiraten möchte, meldet die Ehe bei seinem Wohnsitzstandesamt an, und die Standesbeamten schicken die Unterlagen wiederum an das jeweilige Eheschließungsstandesamt, für welches sich die Liebenden entschieden haben. »Wir hatten vor kurzem zum Beispiel ein Ehepaar mit deutsch-französischen Wurzeln, das zur Zeit in Schanghai wohnt«, teilt die Leiterin des Standesamts mit. »Dieses Paar hat sich Kehl als Ort für die Eheschließung ausgesucht, da die Verwandten in Deutschland und Frankreich wohnen und wir hier direkt an der Grenze sind.«

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