BSK

Kehler Bürgerstiftung schüttet mehr als 55.000 Euro aus

Autor: 
Nina Saam
Lesezeit 3 Minuten
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12. Juni 2018

14 der 20 geförderten Projekte wurden von Vertretern der verschiedenen Institutionen bei der Bekanntgabe der ersten Förderrate vorgestellt. Dritter von rechts: Jörg Armbruster, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung Kehl. ©Nina Saam

Am Montag hat die Bürgerstiftung Kehl bekanntgegeben, welche der eingereichten Projekte im Rahmen der ersten Förderrate 2018 in den Genuss einer Zuwendung kommen. Einige davon wurden in der Seniorenresidenz Bodersweier vorgestellt.

55.252 Euro konnte die Bürgerstiftung Kehl (BSK) vergeben – ein stolzer Betrag, wie Vorstandsvorsitzender Jörg Armbruster feststellte. Geld, das gut angelegt ist: »Sie sind keine Bittsteller, sondern Partner«, betonte er vor der Runde der Antragsteller. »Sie kreieren Ideen und Projekte und tragen sie in die Bürgerschaft hinaus.« Über 18 000 Euro gehen in die Flüchtlingsarbeit, wobei die Hälfte davon aus zwei Flüchtlingsfonds stammt. Der zweite Jahrgang des Qualifizierungsprojekts Metall steht kurz vor dem Abschluss. »Ich gehe davon aus, dass alle fünf Teilnehmer einen Lehrvertrag bekommen«, so Jörg Armbruster. 

Die Flüchtlingsarbeit ist eines der Leuchtturmprojekte der BSK. Ein anderes ist die Demenzbetreuung. Gleich drei Einrichtungen profitieren von der ersten Förderrate. Im Dr.-Friedrich-Geroldt-Haus sind es Studenten der Hochschule Kehl, in der Seniorenresidenz Bodersweier sechs Ehrenamtliche, die sich regelmäßig in den Abendstunden um Demenzerkrankte kümmern, mit ihnen spielen oder spazierengehen. Sie erhalten dafür eine kleine Aufwandsentschädigung. Der Pflegestützpunkt bietet neben Infoveranstaltungen für Angehörige eine Maltherapie und ein Tanzcafé für Betroffene an, das abwechselnd in verschiedenen Pflegeheimen stattfindet und sehr gut angenommen wird, wie Joachim Kubitza vom Seniorenbüro berichtete: »Manche Bewohner leben dabei richtig auf«, sagte er. 

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Über 8000 Euro, die aus einer zweckgebundenen Spende an die BSK für die Diakonie Kork stammen, werden für eine mehrtägige Wanderung im Südschwarzwald verwendet. Diese »Ringwanderung« von Jugendherberge zu Jugendherberge findet seit 38 Jahren statt. »Wir haben immer mehr Menschen bei uns, die über keinerlei finanzielle Mittel verfügen«, erläuterte Oliver Förster vom Bereich »Offene Hilfen«. »Die Spende hilft uns, die Teilnehmerkosten zu reduzieren.« Um ein weiteres Angebot für Menschen mit Behinderungen geht es beim Projekt des Reitvereins Sundheim. Im Rahmen eines dreitägigen Freilandturniers will der Reitverein erstmals einen Wettbewerb für Reiter mit Handicap auf die Beine stellen. 

Der Tierschutzverein Kehl konnte sich dank einer Zuwendung von 1800 Euro eine neue Quarantänestation anschaffen, die Albert-Schweitzer-Schule bekommt 1500 Euro für den Ausbau eines überdachten Fahrradständers zu einer abgeschlossenen Unterstellmöglichkeit für Gartengeräte und den Schulbus. Die Turner der TG Hanauerland kriegen einen Zuschuss von 1000 Euro, um Trainingsmöglichkeiten für Spitzensportler in Straßburg wahrnehmen zu können. Weitere Empfänger sind die Kehler Tafel (2000 Euro für ein neues Kühlfahrzeug), die Kita St. Raphael (Karate für Schulanfänger, 200 Euro) und die Kita St. Maria (500 Euro für Verkehrserziehung).

»Wir haben Kinder aus 22 Ländern, die ganz andere Verkehrsstrukturen haben«, sagte die Leiterin der Kita, Sabrina Schröter. Neben dem Lernen von Verkehrsregeln und –schildern stehen für die Schulanfänger praktische Übungen zu Fuß und mit dem Kettcar und Schulungen der Polizei und dem ADAC auf dem Programm. Erneut in den Genuss einer Förderung kommen der Ferienspaß Auenheim, das Diakonische Werk und die Jugendabteilung des KFV. In das dritte Leuchtturmprojekt der BSK, den Bereich Jugendmusik, fließen insgesamt 6100 Euro.

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