Kehl

Kehler Einstein-Gymnasium wird Fairtrade-Schule

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Von unserer Redaktion
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20. Oktober 2019

Das Foto zeigt (von links) die am Projekt maßgeblich beteiligten Abiturientinnen Ines Kurtovic, Constance Gueib-Picard, Manon Langenberger sowie die „Einstein“-Lehrerin Christina Combrouze und Birgit Mayer, Vertreterin von „TransFair“, beim Festakt am „Einstein“. ©Schule

Das Einstein-Gymnasium hat einen wichtigen Schritt getan, um das Engagement für den fairen Handel stärker in den Schulalltag zu integrieren. Als 98. Schule in Baden-Württemberg erhielt das „Einstein“ mit einer erfolgreichen Bewerbung den Status der „Fairtrade-School“ zuerkannt.
 

In einem kleinen Festakt unter Teilnahme von Schülern, Lehrern und dem beteiligten Projektteam, verlieh Birgit Mayer, Vertreterin des gemeinnützigen Vereins „Trans-Fair“, den Titel „Fairtrade-School“ und lobte vor allem das soziale Engagement der beteiligten Schüler: „Ihr könnt stolz sein, Teil der Fairtrade-Bewegung zu sein!“ Konsumenten erkennen fair gehandelte Produkte im Supermarkt meist an dem „Fairtrade“-Siegel. Es kennzeichnet Produkte, bei deren Herstellung bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten wurden. Damit sollen insbesondere die Produzenten, vor allem Kleinbauernfamilien und Beschäftige auf Plantagen in Schwellen- und Entwicklungsländern, einen gerechten und stabilen Preis für ihre Waren erhalten und unter menschenwürdigen Bedingungen produzieren.

Um diesen Gedanken auch im Schulleben zu verankern, entschloss sich das Einstein-Gymnasium vor zwei Jahren, den Status einer „Fairtrade-School“ anzustreben. Die von „Trans-Fair“ getragene Kampagne verlangt dafür, dass fünf Kriterien erfüllt werden.

Gemäß dem ersten Kriterium bildete sich aus Schülern, Eltern und Lehrern ein Schulteam, das unter Leitung von „Einstein“-Lehrerin Christina Combrouze an der Umsetzung des Projekts arbeitete und die Ideen in einem Kompass (zweites Kriterium) bündelte. Das dritte Kriterium sah vor, dass an der Schule fair gehandelte Produkte erhältlich werden, wie sie der „Fair-O-Mat“ am „Einstein“ anbietet. Im Schülershop SOS sind Fairtrade-Produkte ebenso erhältlich und im Lehrerzimmer, im Sekretariat und bei der Schulleitung wird auf fair gehandelten Kaffee und Saft geachtet. 

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Das Engagement in diesem Bereich soll zugleich stetig ausgeweitet werden, so auch unter Einbezug der SMV, die bei ihren Aktionen zur Osterzeit oder am Valentinstag zukünftig nur fair gehandelte Produkte verkaufen will. Dies gilt auch für das Angebot hinsichtlich der Schulkleidung: Geplant ist, mittelfristig ausschließlich T-Shirts und Pullis aus fair gehandelter Baumwolle anzubieten.

Zudem muss die Fairtrade-Thematik, so das vierte Kriterium, auch fester Bestandteil des Unterrichts an der Schule werden. Dazu wurden in den Schulcurricula von Geographie und Gemeinschaftskunde in Klassenstufe 7 und 8  Einheiten zu den Grundlagen des fairen Handels verankert. Laut dem fünften Kriterium muss mindestens einmal im Schuljahr eine Schulaktion zum fairen Handel stattfinden, um so viele Personen der Schulgemeinschaft wie möglich zu erreichen. Dazu entwickelte das Projektteam mehrere Ideen und organisierte ein „faires Frühstück“. 

Die maßgeblich an der erfolgreichen Bewerbung beteiligten Abiturientinnen (Ines Kurtovic, Constance Gueib-Picard, Manon Langenberger, Laura Fischer) dokumentierten ihre Arbeit auch mit einem eigenen Stop-Motion-Video, das bei dem Festakt auch beeindruckte.
 

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