Kehl

Kehler FV lud zum Silvesterlauf

Autor: 
Anais Vicente
Lesezeit 3 Minuten
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01. Januar 2019

(Bild 1/2) ©Anais Vicente

Sport und Spaß zum Abschluss des alten Jahren: Am Montag lud der Kehler FV wieder zu seinem traditionellen Silvesterlauf ein. Auch das trübe Wetter vermochte den Läufern den Spaß nicht zu verderben.

Trotz Nieselregen trafen sich am Montagvormittag rund 70 motivierte Sportler, Schüler und Gäste zum traditionellen Silvesterlauf des Kehler FV am Rheinstadion. Wie immer ging es hierbei nicht um Platzierungen oder Bestleistungen, betonte Heinz Gabel, Abteilungsleiter Leichtathletik beim KFV. »Der Silvesterlauf ist unsere letzte Sportveranstaltung des Jahres und stellt keinen Wettbewerb dar. Im Gegenteil: Wir wollen einfach nochmal zusammenkommen, Spaß haben und vielleicht auch etwas für die Gesundheit tun«, sagte Gabel. 

Jeder im eigenen Tempo

Rund fünf Kilometer lang war die Laufstrecke. Jeder Läufer durfte im eigenen Tempo laufen, joggen oder walken. Nach dem Lauf traf man sich in der Gaststätte des Rheinstadions, wo heißer Glühwein, Kinderpunsch und leckere Neujahrsbrezeln zur Stärkung auf die aktiven Kehler warteten. 

Die Teilnehmerzahl fiel dieses Jahr zahlreich aus und die Organisatoren waren sehr zufrieden. »Das Wetter hätte zwar besser sein können, aber dennoch waren einige Läufer dabei. Genau wie im letzten Jahr haben wir mehr Werbung gemacht. Seither kommen tatsächlich auch mehr Leute zum Lauf«, erzählt Susanne Paukstadt, Trainerin der Leichtathletik-Schüler. Sie und ihre Trainer-Kollegin Anke Kehret laufen bereits seit vielen Jahren beim Silvesterlauf mit. 

Viele Junioren-Kicker mit dabei

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Besonders erfreut war Heinz Gabel über die diesjährige starke Vertretung an jugendlichen Fußballern des Vereins. »Das zeigt, dass wir eine Vereinsfamilie sind«, meinte er stolz. 

Appell zur Fairness

Beim gemeinsamen Hock in der Vereinsgaststätte schwelgte Hans Hess, ehemaliger Trainer und achtfacher badischer Meister, in der Vergangenheit und unterhielt die anwesenden Gäste mit einer spannenden Geschichte und einer Anekdote zum Nachdenken für den Start ins kommende Jahr. 1928 fanden in Amsterdam die Olympischen Spiele statt. Zwei junge Kehler Sportler waren damals den Rhein hinunter gepaddelt, um an den Spielen als Zuschauer teilnehmen zu können. Bei der Eröffnung spielte sich dann eine ganz besondere Geschichte ab. Der Zeitplan der Spiele war so eingerichtet, dass unmittelbar nach der Eröffnungsfeier die Vorentscheidung des 400-m-Hürdenlaufs angesetzt war. Dabei traten unter anderem der Favorit aus England und der deutsche Fahnenträger gegeneinander an. Der Fahnenträger musste natürlich wie üblich mehrere Stunden vor seinem Wettkampf im Stadion stehen. Müde Beine waren programmiert. Der Engländer handelte solidarisch und stellte sich ebenfalls für die gleiche Dauer an Stunden neben den Fahnenträger, und beide gingen somit unter gleichen Bedingungen in den Wettkampf. »Was soll uns diese Geschichte sagen? Ich würde behaupten, sie ist ein Musterbeispiel für Fairness. Und die kann man täglich walten lassen – sogar im Alltag. Das möchte ich euch mit auf den Weg ins Jahr 2019 geben. Am Ende des Jahres sollte sich jeder fragen: Wie oft war ich eigentlich fair?«, schloss Hans Hess ab und wünschte allen einen guten Rutsch.

Deutsche Meisterin geehrt

Im Rahmen des Hocks wurde auch Gerhild Schwanz geehrt. Die frühere Handballerin des TV Willstätt hat inzwischen sportlich umgesattelt und schloss sich vor zwei Jahren der Leichtathletik-Abteilung des KFV an. Im vergangenen Jahr gewann sie bei den deutschen Senioren-Meisterschaften in Erfurt den Titel im Kugelstoßen in der Altersklasse W 75. Ihre Siegesweite: 8,75 Meter.

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