Hobbyfotograf

Kehler Günter Franz Müller zeigt Bilder aus Griechenland

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 3 Minuten
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14. November 2019

Begeistert von den Kykladen: Günter Franz Müller. ©Ellen Matzat

Am Donnerstag entfachte der Kehler Fotograf Günter Franz Müller mit seinem Lichtbildervortrag bei den Gästen in der sehr gut besuchten Mediathek das Reisefieber. Es ging um die Kykladen, eine Inselgruppe im ägäischen Meer. 

„Wir haben heute das perfekte Wetter für diesen Vortrag“, freute sich Mediatheks-Leiterin Fabiane Luz. Denn bei diesem nassgrauen Wetter würde man gerne in sonnige Gefilde auf die 2700 Kilometer entfernte wunderschöne Inselgruppe der Kykladen entfliehen. Günter Franz Müller war mit seiner Frau Heidi 2011 auf Santorin, und 2014 machten die beiden Inselhüpfen. Aus über 1000 Aufnahmen bekamen die Gäste 180 von Mykonos, Delos, Naxos, Santorin und Paros zu sehen, eine Insel schöner als die andere. Unter den Zuschauern waren etliche, die auch dort waren und so beim Betrachten der wunderschönen Fotos in Erinnerungen schwelgen konnten. Die anderen hat sicherlich die Reiselust gepackt.
Nach der Flugzeuglandung, bei der es Müller mulmig geworden war, da die Landebahn auf Mykonos direkt am Meer liegt, wurden die Besucher durch zerklüftete Eiland mit seinen zwei weiß-blau getünchten Ortschaften und über 400 Kirchen entführt. Zudem bekam man auch die fünf berühmten Windmühlen und das kleinste Fenster, das Müller je untergekommen ist, zu sehen. 

„Treppenland“

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„Die Kykladen sind ein Treppenland“, erklärte er und schaffte es tatsächlich, sieben Treppen auf einem Foto festzuhalten. Eine weitere Besonderheit war ein Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert, das fünf Kirchen beinhaltete. Typisch griechisch seien die geschmackvollen lauschigen Außensitzplätze der Gastronomie, sagte Müller. Auf der kleinen, seit 230 nach Christus unbewohnten Insel Delos konnten neben alten Tempelanlagen auch Agamen bewundert werden, eine Echsenart, die ihre Farbe wie ein Chamäleon dem Untergrund angleichen kann. 
Auf Naxos, der größten Kyk­laden-Insel, beindruckten die Müllers die grünen Täler, der Küstenschutz aus Marmorblöcken sowie eine sechs Meter hohe Tür, die aus fünf Blöcken à 20 Tonnen noch vor Christi Geburt aufgebaut wurde. „Wenn man bedenkt, dass zur damaligen Zeit diese Steine aus zehn Kilometer Entfernung dorthin transportiert wurden, ist es wirklich ein beeindruckendes Bauwerk“, sagte Müller anerkennend. 

Typisch: Blau und Weiß

Auf Paros stachen bizarre Gesteinsformationen, die von Wind und Wellen geschaffen wurden, hervor. Eine fantastische Farbkombination ergab das strahlende Weiß der Häuser mit dem typischen tiefen Himmelsblau der Kuppen und den überall blühenden leuchtend purpurroten Bougainvillea. Dazu hatten die Griechen ein gutes Händchen für wunderschöne Arrangements, ein Eldorado für Fotografen. „Da kann man sich totfotografieren“, schmunzelte Müller. 
Die letzte Insel war Santorin, wo man die beiden Müllers auf die schwarze Vulkaninsel Nea Kameni und auf einer interessanten Kraterrandwanderung begleiten konnte. 
Müller fasziniert auch die direkt an den steilen Abgrund gebauten Häuser. „Ich habe immer den Wunsch sie abstützen zu wollen, damit sie nicht ins Meer fallen.“ Nach romantischen Sonnenuntergängen gab es einen nicht enden wollendem Applaus.

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