Kirche

Kehler Pfarrer Raimund Fiehn verabschiedet

Autor: 
Sabine Schafbauer
Lesezeit 3 Minuten
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09. September 2019

Von Vertretern des Söllingkindergartens bekam Raimund Fiehn einen bunten Regenschirm geschenkt. ©Sabine Schafbauer

Am Sonntag hielt Raimund Fiehn seinen letzten Gottesdienst in der Christuskirche. Bei der anschließenden Abschiedsfeier erhielt der Pfarrer viel Dank und Anerkennung für seine engagierte Dienstzeit in Kehl.

 »Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die Zukünftige suchen wir«, lautete am Sonntag das Motto des Abschiedsgottesdienstes für Raimund Fiehn, den der Männertreff vorbereitet und gestaltet hatet. In einem Eingangsdialog machten sich Thomas Löchner und Klaus Gras Gedanken darüber, ob Pfarrer denn überhaupt irgendwo Wurzeln schlagen könnten oder ob es wichtiger sei, dass sie ihre Impulse und Erfahrungen immer wieder an neuen Orten weitergeben. 
»Abschied ist auch immer ein Neuanfang«, so Fiehn, »Veränderungen erleben wir eigentlich täglich, aber wir brauchen auch Halt und Wurzeln.« Der Pfarrer hat diese Wurzeln schon vor langer Zeit bei Gott gefunden und in dessen Zusage »Ich bin bei euch alle Tage«. Jürgen Fischer vom Männertreff betrachtete das Leben als eine Reise und zeigte auf, dass auch die Bibel voller Geschichten von Aufbruch und Veränderung ist. Karsten Lehmkühler fügte den nötigen Wurzeln im Glauben noch die Flügel hinzu, mit denen man immer wieder seinen Horizont erweitern kann. 

Segnung durch Ihle

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Festlich untermalt wurde der Gottesdienst von dem Posaunenchor unter der Leitung von Annette Tafler und einem Projektchor unter der Leitung von Bezirkskantorin Carola Maute. Nach der Segnung von Raimund Fiehn durch Dekan Günter Ihle zog die Gemeinde in das evangelische Gemeindehaus um, angeführt von Dudelsackspieler Volker Matern. 
Viele waren gekommen, um dem Seelsorger noch einmal zu danken und sich persönlich zu verabschieden. Elvira Rich-Armas als Vertreterin der katholischen Seelsorgeeinheit dankte Fiehn für das gute ökumenische Miteinander, Helga Schmidt als Vertreterin der Stadt Kehl dankte dem Pfarrer für sein engagiertes Wirken in der Gemeinde, und der Söllingkingergarten verabschiedete sich bei Fiehn mit einem bunten Regenschirm, geschmückt mit Wolken voller guter Wünsche. Weitere Grußworte gab es von Rainer Feseker als Vertreter der Kirchengemeinde und Hans-Joachim Marz aus dem Kirchengemeinderat sowie Eva Nußbaum als Vertreterin der Sundheimer Senioren. »Auf Pfarrer Fiehn konnte man sich immer verlassen«, war das Fazit Fesekers, das Fischer unterstrich: »Vieles wäre ohne dich nicht möglich gewesen.« 

Sichtlich bewegter Fiehn 

Das Kollegenteam hatte ein kleines Getränke-Ratespiel vorbereitet und verdeutlichte die gute Zusammenarbeit mit Fiehn. Löchner hatte die »Anrheiner« mitgebracht, die dem Pfarrer ein Segenslied mit auf den Weg gaben. Sichtlich bewegt ließ der zum Abschluss seine Zeit in Kehl Revue passieren. Die anstrengenden und langwierigen Baumaßnahmen von Gemeindehaus und Christuskirche und der schmerzliche Abschied von der Martin-Luther-Kirche hatten dem Pfarrer viel abverlangt. Dennoch blieb er immer nah an den Menschen und brachte Kirche auf unterschiedlichen Wegen nach außen. Gottesdienste im Freien, sein Engagement als Polizeiseelsorger und die diakonische Arbeit bei dem Projekt »Miteinander zu Tisch« und der Bahnhofsmission haben dem Pfarrer viel Freude bereitet und seinen Horizont erweitert. »Es war eine gute Zeit in Kehl und ihr macht mir den Abschied nicht einfach«, so Fiehn. »Ich hatte noch nie eine so intensive Teamarbeit, und Günter Ihle war der beste Chef, den ich je hatte.« »Für mich bist du ein wahrer Diener, mit deiner unaufdringlichen Nähe warst du für viele Menschen da«, brachte wiederum Ihle seine Wertschätzung zum Ausdruck. 
Fiehn wechselt demnächst zur Lahrer Auferstehungsgemeinde.

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