Kirche

Kehler Pfarrerin Bettina Kretz in Amt eingeführt

Autor: 
Simona Ciubotaru
Lesezeit 3 Minuten
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30. November 2020

Bettina Kretz bei ihrer Amtseinführung in der Christuskirche. ©Simona Ciubotaru

Kehls neue Geistliche wurde zum ersten Advent in ihr Amt eingeführt. Trotz strenger Hygienemaßnahmen gelang es den Mitwirkenden, einen sehr inspirierenden Gottesdienst zu gestalten.

Erster Advent in Corona-Zeiten: In der Kehler Christus Kirche herrschte reger Betrieb, man fühlte die große Vorfreude der Mitwirkenden und Besucher auf den anstehenden Gottesdienst – die Türe standen alle offen, Stühle wurden in lose Reihen und mit großem Abstand voneinander gestellt, auf dem Altartisch leuchtete rot ein Weihnachtsstern und nebenan hing ein großer Adventskranz. 

Während Ton- und Bildtechniker die Streamübertragung vorbereiteten, spielten sich Bezirkskantorin Carola Maute (Orgel und Gesang) und die Violinistin und Musik-Dozentin Suzanne Da Costa-Kunz warm. Die zwei hervorragenden Musikerinnen haben an diesem Tag den Gottesdienst musikalisch gestaltet. 

Der Dekan der Region Kehl, Günter Ihle, begrüßte die Anwesenden und vollzog die Messe. Das Hauptanliegen an diesem ersten Advent, die Pfarrerin Betinna Kretz offiziell in ihr Amt einzuführen, gestaltete er anschließende mit Britta Libischewski, der Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Martin Kramer, Pastoralreferent der Katholischen Kirchengemeinde Kehl, und mit Theodor Dieter vom Institut für Ökumenische Forschung Straßburg.

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Wenn man eine Konfession nicht gut kennt, klingt das Wort „Amtseinführung“ bürokratisch und kalt. Aber das, was am ersten Advent in der Christuskirche geschah, war ein prägendes Ereignis: heilige Rituale an der neuen Lebensschwelle für Bettina Kretz wurden durchführt, ein bindendes Versprechen vor Gott und Gemeinde gegeben.

Die wunderschöne Musik und auch die ermutigende Rede von OB Vetrano bereicherten den Gottesdienst. Berührend war vor allem aber die Rede der gefeierten Pfarrerin, Worte, welche sehr viel über ihre Spiritualität und die Art, wie sie ihre Aufgabe versteht, aussagen:„Im Advent warten wir, dass das Licht kommt und die Dunkelheit der Welt – sie liegt im Dunkeln – erleuchtet; im Advent warten wir, dass Gott in unsere Herzen einzieht (siehe Bach-Kantate 61). 

Wir warten auf „das helle Licht des Evangeliums“, auf „das Licht von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes“, wie Paulus sagt (2 Kor 4,4).
In Christus, dem Licht der Welt, begegnet uns Gott selbst, und wir bekommen Anteil an seiner Herrlichkeit in dem Maße, wie wir uns vom Licht Christi verwandeln lassen (2 Kor 3,18). Und so werden wir durch Jesu, vollkommenes Licht und Ebenbild Gottes, selbst zu dem, wozu uns der Schöpfergott bestimmt hat – Abbild Gottes zu sein.“

Und: „Jede persönliche Erfahrung, jeder Versuch, Gottes Wort auszurichten, sein Licht zu bezeugen, stehen im Dienst der Verkündung des Herrn (…) – dazu dient das Amt, in das ich heute, am 1. Advent, eingeführt werde, damit uns und unserer Welt ein Licht aufgehe, es uns leicht werde ums Herz und licht werde im Herzen.“

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